446 – Reiter

Nun lebe ich seit 29.835 Tagen. Ziemlich viel – Zeit. Und es bleibt nicht aus, dass ich mir schliesslich die Frage stelle, was ich aus dieser Zeit gemacht habe. Erinnerungen tauchen auf, zunächst als Bruchstücke, und mit Glück ein wenig mehr;

An dieser Stelle wäre nun ein deftiger Fluch fällig. Wir haben verdammt wenig geschafft, die Zeit und ich. Nicht einmal den Kassenwart im Obst- und Gartenbauverein. Ich durchsuche meine Vita und finde nur Niederlagen! Wo zum Kuckuck sind Erfolge? Schön, ich habe einen Sohn gezeugt, ein Haus gebaut und einen Baum gepflanzt – um mal in der Symbolik zu bleiben – aber war’s das schon?
Ich habe nicht die Welt verändert – im Gegenteil! Sie haben mich verändert, die Welt, und die Zeit. Der umgekehrte Weg führt unweigerlich ins Chaos. Stehen wir nicht schon dicht vor dem offenen Tor zur totalen Konfusion, in ein dunkles Zeitalter?

Grundgütiger, eigentlich wollte ich etwas über meine Reiterei erzählen, eine positive, lustige Phase meines Lebens, und wo lande ich, ohne Umwegte zu gehen?
Im Trübsinn. In dem Gefühl, es sei an der Zeit für eine Bilanz. Ich denke nicht im Traum an Bilanzieren. Das hat etwas Endgültiges, und etwas Nichtssagendes. Ist für Narren gedacht ….. und für das Finanzamt. Nein, das ist nicht dasselbe!

2 Antworten auf “446 – Reiter”

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