437 – Chaos

Ich habe heute nach dem buttergelben Mond gegriffen, und seine Wärme gespürt. Spuckte auf meine heisse Hand, und daneben. Dort, wo meine Spucke den Sand der Erde traf, ist ein Brunnen entstanden. Viel Wasser tritt aus und sucht sich einen Weg zu seinesgleichen. Ab und zu kommt ein kleiner Fisch mit an die Luft. Sardine, die Getupfte denke ich, Vorkommen Atlantik, immer in Salzwasser. Die kleine Getupfte springt ihrem Wasser hinterher. Landet in einer grosse Pfütze und wartet.

Tharsis, der Herrscher über das Element Wasser hat seine Hand im Spiel!

Mutter Erde’s Wasserschwall ist grösser geworden Ich spüre, wie mir ein drittes Bein wächst. Das ist gut so. Dreibeiniges kann nicht umfallen. Der Mond wird rot. Ich greife danach, verbrenne mir die Hand. Nun wäre eine dritte Hand ganz praktisch. Kein Problem. Sie wächst aus der Schulter links. Ich greife damit nach einer Tasse.Sie besteht nun aus 7 Stücken.

Ein Dorsch fliegt vorbei, von einer Welle begleitet. Die dritte Hand ergreift ihn. Fisch ist nun tot und gesund.

Mein Körper hat sich nun verformt. Ich suche einen Spiegel, finde keinen. Aber ich krieche empor zum Dachgiebel, während unten die Welt, meine Welt ertrinkt.

Ich esse von meinem Dorsch, dann spinne ich einen Faden und lasse mich bis zum Wasser tragen. Ich koste, es ist salzig.

Längst fühle ich, nicht arachnophil zu sein, sondern eine Arachnide. Ich ziehe mich zurück auf mein Dach. Nehme dort den höchsten Punkt ein und warte.Das Dach löst sich, und wir sind auf Reisen, der Bösartigkeit des Zufalls ausgeliefert.

Vor uns kämpft ein Tier ums Überleben. Ich greife zu, mit meiner starken Hand. Schliesslich muss ich fressen, um irgendwo anzukommen.

Ein Zeitenwandel. Und so gründlich! Ich verstehe nichts mehr.Erst quält man sich bis zum Abitur, dann studuert man endlose Semester lang Soziologie, um schliessllich auf einem Dach zu hocken und daumendicke Fäden zu spinnen.

Während ich so vor mich hin sinniere, höre ich vorne ein Rauschen.
Ich werde hellwach. Es wächst zu einem Donnern an …..und ich erkenne: Es ist ein Wasserfall, er muss gigantisch sein und er hat hier in dieser Gegend nichts verloren.

Es scheint, meine Reise ist zu Ende.

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