428 – Macchiavelli

Macchiavelli sagte. man brauche einen guten Freund,
um nach oben zu kommen.
Wenn man oben ist, so sei er der erste, der weg muss.

Es ist wohl meinem Alter geschuldet,
dass mir um nichts in der Welt einfallen will,
woher ich dieses Handlungsmuster kenne …..

Machiavelli war ein kluges und ein überaus
bemerkenswertes Multi-Talent.
Seine Popularität wirkt durch die Jahrhunderte
bis in unsere Zeit. Wie das?
Nun, zum Beispiel hat dieser Mann den Betrug in der Politik als unverzichtbar bezeichnet.
Aber er hat den Betrug mit höheren Zielen
verknüpft. Man dürfe also Böses tun, um Gutes für
das Gemeinwesen zu erreichen.

Machiavelli’s Denkweise hat, wie wir wissen,
bis heute Bestand. Allerdings hat man sie
ein wenig „modernisiert“.
Vielmehr: Man hat die höheren Ziele modifiziert.
Gutes für die Bürger tut man nur nach langen,
quälenden Prozessen.
Man gibt als Maximum das Minimum.
Gutes für sich selbst und für seine Klientel –
das geht leicht von der Hand.
Und so macht der politische Betrug richtig Spass!

Machiavelli:

„Was die Klugheit und Beständigkeit anbelangt,
so behaupte ich, daß das Volk klüger ist
und ein richtigeres Urteil hat
als ein Alleinherrscher.
Nicht ohne Grund vergleicht man die Stimme
des Volkes mit der Stimme Gottes.“

Es ist eine Angelegenheit zu regeln.
Der Herrscher hat eine Meinung dazu.
Er ordnet an, basta.

Das Volk hat viele Meinungen zu bieten.
Es wird diskutiert, es werden Alternativen
bewertet, und irgendwann demokratisch entschieden.

Somit sind für eine Entscheidung zur Realisierung
zwei Wege vorgezeichnet –
und die Realität schlägt zu.
Basta!

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