427 – Okkultes

Menschen ohne Schatten

Wie es scheint, ist es heutzutage wieder
in Mode gekommen, seinen Schatten für
gutes Geld zu verkaufen.
Nun hatte schon Adelbert von Chamisso
zu Beginn des 19. Jahrhunderts
eindringlich davor gewarnt, einen
solchen Schritt auch nur in Erwägung
zu ziehen. Unkundige wissen nicht,
dass ihre Freiseele untrennbar mit
ihrem Schatten verbunden ist.
Und sie wissen nicht, dass ihr Schatten
ein Eigenleben entwickeln und damit
ihr Denken und Handeln steuern wird.
Peter Schlemihl berichtete eindringlich
über sein Handeln und die Folgen.
Der Teufel tritt in vielerlei Gestalten
auf die Bühne des Lebens.
Man mache mit ihm keine Geschäfte!

Schatten ohne Menschen

Sein Schatten hatte sich verselbständigt,
und nun stirbt der Mensch.
Die Bindungskräfte erlahmen, und
die Seele reist mit Lichtgeschwindigkeit
zum Ort ihrer Herkunft, einem Ort
in einer unbekannten Dimension des
Universums.

Der Schatten nimmt einen anderen Weg.
Er sucht, und findet seinesgleichen.
Er sucht, und findet einen Platz in der
Zwischenwelt, Heimat der Geister,
und Platz für diese Dunklen,
die ungeliebten Wanderer
zwischen zwei Welten.
Der Schatten wartet
auf eine verwandte Seele.

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