405 – Gegenwart

Hast Du schon mal über das Substantiv „Gegenwart“ nachgedacht?
In Wikipedia wird definiert:
„Gegenwart ist eine Bezeichnung für ein nicht genau bestimmtes Zeitintervall
zwischen vergangener Zeit (Vergangenheit) und kommender, künftiger Zeit (Zukunft).
Als Synonyme dafür werden auch die Begriffe heute und jetzt verwendet.“

Das Heute meint den Tag, das Jetzt einen Moment. Aber nicht bei mir. Ich bin da etwas pingelig.


Unbestimmter Zeitintervall – damit entkommt man der semantischen Falle.
Die Logik setzt dagegen eine Konstante, mag sein die Sekunde, und stellt fest:
Ist die Sekunde vorbei, so ist sie Vergangenheit, und es läuft die „Gegenwart-Sekunde“.
Die nächst folgende ist Zukunft.
Dieselbe Sichtweise gilt für Milli-,Mikro-, Femto- und Attosekunden, unvorstellbar kleine Zeiteinheiten, die man in der Theorie weiter teilen kann bis der Bleistift abbricht.

0,000000000000000001 Sekunde ist eine Attosekunde, sie ist der milliardste Teil einer Milliardstel Sekunde.

Man kann die Sekunde weiter zerkleinern, und dazu braucht es nicht mal die Mathematik, nur: Messen kann man es dann nicht mehr. Heute kriegt man noch Laserpulse von 150 Atto zu fassen; kleinere nicht mehr.

Solltest Du tatsächlich nach der Gegenwart suchen: Dort steckt sie drin, undenkbar winzig – Deine Gegenwart. Und was geschieht mit diesem Schrott? na was schon! Er wird schneller, als wir denken können, zu Vergangenheit. Dort sammelt sich das Zeug, und irgendwann ist ein Tag komplett. Und wir: Ach da ist er ja! War ein schöner Tag! Wir hatten eine Käsetorte!

Konsequent wird Gegenwart auch mit Zeitlosigkeit definiert. Die Gegenwart ist Fiktion.

Es existieren nur Vergangenheit und Zukunft, deren Ausdehnung gleichfalls
nicht quantitativ bestimmt werden können. Wohl aber die Käsetorte gestern!

Logisch, nicht wahr?

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