379 – Ansage

Hallo, Politiker!
Hiermit fordere ich Sie auf, die …. nein, ich fordere Sie zu garnichts auf. Genaugenommen sind Sie mir …. ok. Was ich möchte, sage ich auch nicht. Mit Ihnen rede ich nicht. Warum sollte ich? Ich rede gescheiter mit meinem Papierkorb, der mir seit Jahren treu zur Seite steht und etwas hat, was Ihnen völlig abgeht: Er ist aufnahmefähig! Er ist sympathisch, griffig, strahlt Vertrauen aus, und ist zur Hand, wenn er gebraucht wird.

Nein, es soll kein falscher Eindruck entstehen. Ich bin nicht frustriert, eher amüsiert über das, was ich als Politik wahrnehme, und über meine eigene langjährige Unfähigkeit, die Spielregeln korrekt zu erkennen. Wenn es nur nicht so verdammt mühsam wäre, Erlebtes so lange durchzukauen, bis sich ein spezifischer Geschmack herausbildet, und bis man zur Bildung eines eigenen Standpunkts befähigt ist. Ich akzeptiere, dass Politiker für solche Gründlichkeit keine Zeit haben. Wenn ein Standpunkt 40 Jahre alt geworden ist, der Zeitenwandel daraus einen alten Hut hat werden lassen – na, dann passt er halt mal nicht! Du merkst es nicht, und ich merke es nicht, schliesslich geht etwas daneben, aber das dann ganz schön. Für diesen Fall, wenn also der Mist hochkommt und die Öffentlichkeit zu stören beginnt hat man einen Kleiderschrank mit 1.000 Mäntelchen. Eines davon wird schon passen, um den Unrat darunter verschwinden zu lassen.

Der Bürger vertraut Dir nicht. Du aber reparierst die Optik. Eine Lachnummer!

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