368 – Bruschetta

Ein Dialog der angestrengteren Art – gerade noch konfliktfrei:

· Hast Du endlich das Rezept für Bruschetta rausgesucht?
· Ja! Nee, das heisst nicht Bru schet ta. Man spricht es wie Brusketta aus!
· Und ich heisse Risch, und nicht Riech.
· Aber Du bist keine Italienerin.
· Und Du weiss Gott kein Italiener! Wo ist denn nun das Rezept?
· Suchs doch selbst raus!
· Ich weiss aber nicht, wie´s geht!
· Und ich habs Dir gezeigt. Einschalten, warten, InternetExplorer/ Favoriten/ Rezepte/Italienisch/ Bruschetta – so geht das.
· Ja, ich weiss, aber ich muss das Klo putzen. Du kannst das doch mal für mich raussuchen, Du hast doch sonst nichts zu tun!

Und schliesslich hatte sie mich so in die Ecke gestellt, dass ich nicht mehr rauskommen konnte.

· Also gut! Ich machs!

Hier ist das Rezept. Falls Du Bruschetta nicht kennst: Es lohnt sich. Lade ein, zwei Freunde ein, trinkt einen trockenen, nicht zu körperreichen Roten und quatscht bis zum Abwinken!

Bruschetta kann man auf zweierlei Weise schreiben (Bruschetta oder Bruscetta) , aber nur auf eine Art aussprechen, und auf vielerlei Arten zubereiten: Mit Fisch, Pilzcreme, Gehacktem und so weiter, aber immer mit Olivenöl und Knobi als Basis. Also aufgepasst:

Du schneidest Weissbrot, am besten italienisches Ciabatta, in Scheiben. Dann werden enthäutete, aromatische Tomaten ohne das Innere in kleine Würfel geschnitten. Schliesslich werden fein gewürfelte Schalotten in Olivenöl gedünstet, und dann die Tomatenwürfel dazugegeben. Wer mag, kann auch zerkleinerte schwarze Oliven hinzufügen. Ich mag’s nicht.
Nun ist das Ganze zu erhitzen. Vorsichtig salzen und mit Pfeffer abschmecken. Warm halten. Mehr nicht.
In einer zweiten Pfanne werden die Brotscheiben in Olivenöl von beiden Seiten goldgelb geröstet. Danach muss man sie kräftig mit ausgepresstem Knobi einreiben. Nun wird die Küche duften, wie es sich gehört. Nun schliesse mal kurz die Augen und erinnere Dich! …… alles klar? Dann weitermachen!
Wer hat, bestreut die Brotscheiben mit frischem, feingehackten Basilikum, und belegt sie anschliessend mit den angedünsteten, heissen Tomaten. Heiss servieren und gut warm geniessen.

Das wars. Schön einfach, nicht wahr? Wenn die Gäste mit anfassen, ist man in zehn Minuten mit der Zubereitung fertig. Man lässt sie arbeiten und kontrolliert die Prozesse. So macht das viel Sinn.

%d Bloggern gefällt das: