360 – Gebabbel

De Blagaade-Babber:
Beim Blagaade-Babbe hot de Becker-Babbe immer Blagaade-Babb am Bagge babbe.

✌😉🤞

Gewiss – Mundart kann sich wie eine Fremdsprache anhören. Aber hier haben wir ein Beispiel dafür, wier schlicht der Pfälzer Dialekt sein kann, wenn man die verwirrenden Fremdeinflüsse wie Alt-Bayrisch und Französisch ausschliesst.

Was will uns der obige Spruch vermitteln?
Nun, genau das, was da steht:

Der Plakate-Kleber. (Papa Becker)
Beim Plakate kleben (Blagaade babbe) hat der Papa eines gewissen Herrn Becker (de Babbe) immmer Plakat-Klebstoff (Blagaade-Bapp) an den Backen (an de Bagge) kleben.

Ich bin stolz, Pfälzer zu sein und mit diesem semantischen Minimalismus immer noch zurecht zu kommen. Allerdings musste ich feststellen, dass meine Jahrzehnte andauernde Abwesenheit zu Deformationen meiner sprachlichen Ausrichtung führte. Die ständige Herausforderung durch die Hochsprache Deutsch, durch Nordfriesisch, Hessisch und Niederrheinisch, ein wenig Englisch, und viel Russisch, gemischt mit Ukrainisch hat unangenehme Spuren hinterlassen. Französisch ist – warum auch immer – eh schon drin, wenngleich auf etwas seltsame Art, wie le Parapluie = der Regenschirm = pfälzisch de Baablee.

Naja, alles bloss Gebabbel (Gerede)!

Halt Disch an Weck, an Worscht un Woi! Laafts annerscht, loss es äääfach soi!

%d Bloggern gefällt das: