360 – Gebabbel

De Blagaade-Babber:
Beim Blagaade-Babbe hot de Becker-Babbe immer Blagaade-Babb am Bagge babbe.

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Gewiss – Mundart kann sich wie eine Fremdsprache anhören. Aber hier haben wir ein Beispiel dafĂŒr, wier schlicht der PfĂ€lzer Dialekt sein kann, wenn man die verwirrenden FremdeinflĂŒsse wie Alt-Bayrisch und Französisch ausschliesst.

Was will uns der obige Spruch vermitteln?
Nun, genau das, was da steht:

Der Plakate-Kleber. (Papa Becker)
Beim Plakate kleben (Blagaade babbe) hat der Papa eines gewissen Herrn Becker (de Babbe) immmer Plakat-Klebstoff (Blagaade-Bapp) an den Backen (an de Bagge) kleben.

Ich bin stolz, PfĂ€lzer zu sein und mit diesem semantischen Minimalismus immer noch zurecht zu kommen. Allerdings musste ich feststellen, dass meine Jahrzehnte andauernde Abwesenheit zu Deformationen meiner sprachlichen Ausrichtung fĂŒhrte. Die stĂ€ndige Herausforderung durch die Hochsprache Deutsch, durch Nordfriesisch, Hessisch und Niederrheinisch, ein wenig Englisch, und viel Russisch, gemischt mit Ukrainisch hat unangenehme Spuren hinterlassen. Französisch ist – warum auch immer – eh schon drin, wenngleich auf etwas seltsame Art, wie le Parapluie = der Regenschirm = pfĂ€lzisch de Baablee.

Naja, alles bloss Gebabbel (Gerede)!

Halt Disch an Weck, an Worscht un Woi! Laafts annerscht, loss es ÀÀÀfach soi!

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