338 – Friede

Wie stets endet ein Tag.
Diffuses Licht kündigt die Nacht an.
Dann legt sich Dunkelheit
wie ein schwerer Nebel über das Wasser,
tintenschwarz und geheimnisvoll.
Ein bleicher Mond zaubert.
Seine Lichtblitze spielen mit Wellenspitzen,
ein Ozean verliert seinen Horizont.
Delphine jagen spielerisch
nach Lichtreflexen,
und kommen schliesslich zur Ruhe.
In den Riffen herrscht Frieden.
Bandalgen wiegen sich
im Rhythmus des Wellenschlags,
als würden sie den Schlaf suchen.
Robbenkinder schlafen
und trinken noch im Traum
die süsse Milch ihrer Mütter.
Nichts stört die friedliche Welt,
denn es regiert die Nacht.

%d Bloggern gefällt das: