305 – Wanzen

Es kostete mich reichlich Überwindung, hier zu schildern, wie ich meine Bettwanzen losgeworden bin. Meine Problemlösung ist ebenso gewöhnungsbedürftig wie wirksam. Sie ist schlicht, und dennoch angreifbar.
Hier meine Problemlösung:

Ich wasche mich nur 1 x im Jahr, und zwar an meinem Geburtstag.

Es braucht nur wenige Wochen, bis die Tiere den Geruch meines Körpers nicht mehr ertragen und das Weite suchen. In meinem Fall haben sie unseren Hund Ben okkupiert; es war ein Berner Sennhund mit reichlich Transportkapazität. Die Wanzen fielen über ihn her und vergruben sich im dichten Fell. Ben geriet in Panik, rannte 3.000 m in Rekordzeit und stürzte sich in die Elbe. Wer nicht schwimmen konnte, ertrank. Der Hund fand natürlich nach Hause, und ich habe ihm 682 Gramm Wasserleichen aus dem Pelz gebürstet.

Meine Methode hat Erfolg, die Bettwanzen sind verschwunden. Aber es darf nicht unerwähnt bleiben, dass einige Freunde auch verschwunden sind, und olfaktorisch begabte Nachbarn ihre mir zugewandten Fenster zuhalten. Über die Blumen im Garten möchte ich nicht reden.

Im übrigen finde ich es völlig unangemessen, wenn meine Familie von Bet-Wanzen spricht, ohne zu erklären, ob sie tatsächlich so über Nonnen reden.
Man darf die US-Prediger jener Art als Bet-Wanzen bezeichnen, die für ihren Job, Dollars zu saugen, 7 Privatjets benötigen ….. obgleich man damit eine komplette Tierart beleidigt, die Cimex lektularius.

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