299 – Kultur

Kennst Du die Schinkenstrasse am Ballermann in El Arenal auf Malle?
Ich nicht.
Offenbar habe ich etwas versäumt.

Nun sah ich gestern einen kurzen Ausschnitt vom Leben in besagter Strasse:
Ein betagter „Schlagersänger“ stand auf einem Tisch und sang:
„Ich hab ne Zwiebel auf dem Kopf, ich bin ein Döööner!“
Natürlich war ich sofort begeistert.
Es gibt sie noch, die Idealisten,
die um jeden Preis deutsches Kulturgut in der Welt verbreiten!

Leider hat er nicht den korrekten Text gesungen.
Der geht anders:
„Ich hab ’n Döööner im Kopf, bin eine Zwiebel!“
Es ist nicht der Döner, sondern die Zwiebel, die Tränen in die Augen treibt!

Um solches deutsches Liedgut unbeschadet zu überstehen – Verzeihung! ….. unbeschwert geniessen zu können, bieten sich immerhin zwei Wege an:
Entweder man säuft sich mit Sangrita hackedicht,
oder man weint sich auf dem Klo den Frust und die Trauer
um den Tod von Goethe und Schiller von der Seele.
Die beiden waren gewiss keine Waisenknaben,
aber ich bin sicher: Sie haben ihre Rotwein-Bowle nicht aus Putzeimern gesoffen.
Selbst die Wikinger waren kultivierter.
Zu ihrer Zeit war der Putzeimer noch nicht erfunden.

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