297 – Verloren

Wie so oft ohne Erfolg,
doch ich versuche es wieder und wieder.
Möchte den Horizont erreichen,
unter einem Regenbogen verweilen
und die scheinbar graue Welt
als buntes Wunder begreifen.
Ich schwebe,
schaue aufwärts,
sehe nun über meinem Kopf
Fisch um Fisch vorbeiziehen –
das Meer hat seinen Platz verlassen.
Sein sehr irdisches Bett
hat ein Himmel eingenommen,
und so schaue ich nach unten,
auf der Suche nach unserer Sonne,
die ihre Bestimmung zu verlieren scheint.
Nun habe ich zu tun,
werde panisch.
Nichts scheint an seinem Platz zu sein,
und beginne endlich damit,
zu frieren, und die Angst zu spüren,
die mir allmählich über den Rücken kriecht
gefühlt wie eisiges Wasser.
Und über meinem Kopf
springt behende eine Forelle –
nach unten, wo die Fliegen
in seltsamer Art auf dem Rücken schwebend
und sichtlich irritiert engste Kreise ziehen.
Ich schaue mich erneut um .
Alles ist falsch.
Und nichts blüht.

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