273 – Abou me

Es ist bedauerlich, dass ich mich selbst zur Ordnung rufen muss,
und zugleich zufriedenstellend, dass ich dies mit Überzeugung
und ohne sclechtes Gewissen tun kann. Objekte meines Selbstzweifels sind jene Beiträge,
die Zitate in Latein enthalten.

Ich bin kein Altphilologe. Somit steht es mir gewiss nicht zu,
in Latein zu schwadronieren. Ich sollte es eigentlich bei Adipositas per magna belassen, davon verstehe ich sehr viel.

Bei jeder anderen Person würde ich Hochstapelei
unterstellen; mit mir selbst bin ich deutlich grosszügiger, indem ich diesen altsprachlichen Beipack werte wie die Petersilie auf dem
Schweinebraten: Garnitur, muss ja nicht mitgegessen werden.

Nein, ich ändere diese, meine fragwürdigen Beiträge nicht!
Zu meiner Persönlichkeit gehört auch, was ich in jungen Jahren als
Soldat gelernt habe. Lehrfach: Tarnen, Täuschen und Verpissen.

Und ich entschuldige mich nicht. Sprachliche Missgriffe verschaffen mir auch ein wenig Vergnügen. Schliesslich klingen
z. B. altsprachlich verfasste Floskeln so schön gelehrt, und Texte werden damit ein wenig bunter!

2 Antworten auf “273 – Abou me”

    1. Mag sein, meine liebe! Und es passt zu mir, ich will das kunterbunt. Besser als langweilig.
      Guck mal: Ich hocke da vor meinem Monitor und will schreiben. Egalk was. Aber mir fällt nix ein.
      Erst denke ich: Schreibblockade! Und dann hab ich’s. Ich schreib was über Schreibblockade.
      Das wird garantiert Quatsch. Aber der hat für mich seinen Wert, denn es ist m e i n Quatsch.
      Gruss Roland

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