248 – Faul

Die Arbeit ist etwas Unnatürliches.
Die Faulheit allein ist göttlich.

(Anatole France (1844 – 1924),
französischer Erzähler)

Elegant und geschmeidig, diese französische Art
beim Umgang mit fragwürdigen Themen!
Ganz anders in deutschem Duktus:

Faulheit und Feigheit sind die Ursachen,
warum ein so großer Teil der Menschen,
gerne zeitlebens unmündig bleiben;
und warum es andern so leicht wird,
sich zu deren Vormündern aufzuwerfen.
Es ist so bequem, unmündig zu sein.

(Immanuel Kant (1724 – 1804),
deutscher Philosoph)

Um der sprachlichen Dissonanz zu
entkommen, flüchtet man gerne
in die Ironie oder bemühten Humor:

An dem Tag, als Faulheit und Intelligenz
zusammentrafen, wurde das Rad erfunden.

(© Roland Rinnau (*1962), Redakteur und Hobbykoch)

So glättet man die Wogen der sprachlichen Andersartigkeit
mit einem Mittel, das jeder zur Verfügung hat:
Das Lachen.

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