240 – Übel

Tiere fressen bis zum Erbrechen.
Der Grund:
Sie können nicht wissen,
wann sie wieder mal Nahrung
finden.

Säuglinge trinken, bis nichts mehr geht.
Bis sie überlaufen.
Ihr Verhalten bei der Nahrungsaufnahme
ist animalisch. Seltsam, nicht wahr?

Erwachsene Menschen sind kein
Deut besser. Sie raffen allerdings
keine Milchmahlzeiten, sondern
Geld, und davon mehr als ihnen
zukommt und gut tut.
Ihre Geldgier kennt keine
Grenzen. Sie sind schlimmer
als Tiere. Zwischen Lunch und Diner
verschwenden sie ohne Skrupel,
was der Witwe nebenan für ein Leben
in Würde fehlt.

Und sie nennen sich
die Krone der Schöpfung,
und Eliten der Gesellschaft.
Sie sind Abschaum.

So. Das ist jene Art Polemik, die ich
nicht sonderlich mag. Sie ist übel.
Warum nur steckt so viel Wahres drin?

Sie ist zugleich unwahr, da sie vorgibt,
über „die Menschen“ zu sprechen
und dabei die „Guten“ diffamiert.

Gewiss ist der Mensch wirklich
die Krone der Schöpfung, und die
geldgierigen Kotzbrocken
dürfen dieser Gattung nicht
zugerechnet werden? Doch, man darf.
„Krone“ ist keine Wertung.
In einer friedlichen Welt
ist sie ein Symbnol für Kitsch.

Aber auch dazuer sind Bedenken
angebracht:
Unklar ist, wieviel Kotzbrocken
in jedem von uns schlummert,
wartend, bis sich eine Gelegenheit bietet
für die Rückverwandlung vom
Paulus zum Saulus,
um Elitäres raushängen zu lassen,
um sich lächerlich zu machen.
Degenerierende Hyperprozesse
machen aus uns geistige Kleingärtner –
wirklich lustig!

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