223 – Glatteis

Heute früh bin ich wieder einmal heftig auf die Nase gefallen – das tut nein wenig weh!
Was war? Ich hatte gerade die erste Tasse Kaffee in mich hineingeschüttet, als mir ein Wort durch den Kopf geisterte. „Erbschuld“ – was ist das eigentlich, und betrifft es mich, wenn ja, wie?

Zunächst habe ich vermutet, es sei etwas im Kaffee gewesen, der diese Fragerei ausgelöst hat. Dann habe ich W beobachtet. Ich fand keine Hinweise auf anormales Denken. Also habe ich mich wieder zu mir selbst gewandt, nur um festzustellen, dass ich unversehens auf Glatteis geraten bin. Meine Lage verschlimmerte sich, so wie das Thema an Gewicht zunahm: Erbsünde und Erbschuld!

Keine Sorge. Ich habe nicht die Absicht, mich dazu in epischer Breite auszulassen. . Aber nun gut informiert bin ich in der Frage meiner Erbschuld zu einem Ergebnis gekommen:

Erbsünde ist aus der Bibel abgeleitet. Der dort geschilderte Sündenfall ist für einen Atheisten wie mich pure Langeweile.

Erbschuld gibt es nicht. Ich stütze mich mit dieser Feststellung auf Max Weber, den hellsten Stern der frühen Soziologie.

Basta.

Begriffe wie diese, oder z. B. den der repräsentativen Demokratie wurden erfunden, um die Allgemeinheit zu täuschen und hinter der Kulisse Nutzen zu generieren. Sie haben den Wahrheitsgehalt von billiger Erdbeer-Joghurt.

Nun sitze ich griesgrämig vor meinem Monitor, hoffend, dass dieser Montag ein wenig besser wird – so kanns nicht weitergehen!

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