214 – Nachdenklich

Ich denke, ich sollte einfach mal über meine Zweifel schreiben, die ich hier in meinem Blog entwickelt habe. Man gestatte mir, dass ich dabei ein wenig übertreibe.

Es geht um folgendes: Ich sehe einige Leser, die vielleicht aus Routine, oder aus Mitleid nahezu jeden meiner Beiträge „liken“, oder wie man das zu nennen pflegt. Wenn das so ist: Bitte lasst den Unfug! Es wäre eine spezielle Form pauschaler Abwertung. Damit kann ich leben, aber es hilft mir nicht weiter.

Wenn aber ein Leser einen Kommentar schreibt, um mir mitzuteilen, dass ich Mist abgeliefert habe: Auch damit kann ich leben. Aber es hilft beim Nachdenken.

Schreiben ist für mich Unterhaltung. Ich bin zwar „maulfaul“, aber hier kann ich geschwätzig werden, schreibe darüber, wie man Dampfnudeln backt und gerate unversehens über vier andere Stationen in die Eiger-Nordwand, wo ich hängen bleibe ind nicht mehr weiter weiss. Und was soll ich sagen? Auch damit kann ich leben. Selbst wenn einer anfragt, ob ich noch richtig ticke.

Meine, die egoistische Sicht auf meine Schreiberei: Ich kann vier Stunden lang recherchieren und versuchen, zu verstehen, was ich da lese, und dann kneife ich mir dazu einen Text von einer halben Seite DIN A4 ab, der so viel taugt wie ein verbrannter Pfannkuchen voller Mehlklumpen (meine Tippfehler). Dennoch habe ich einen Nutzen erzielt: Lernen, vergessen und erinnern wird geübt. Das ist wichtig, wenn man über 80 ist und weiss, dass man fast nichts weiss.

Und bitte hierzu keine Kommentare! Oder nur derartige wie „Alter, hast Du die Hose wieder hochgezogen?“😁

7 Antworten auf “214 – Nachdenklich”

  1. …. aber nicht mit der Beißzange oder doch ? Ich wusste es, ja, bitte nicht rosten, und wenn bissel was ansetzt, ich denk, das löst sich mit einem guten Roten lösen. Schönen Sonntag Roland 🙂

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    1. Nein, nicht mit der Beisszange. Geht nicht. Wenn man Kinder hat, sind die Zangen weg. Und eine Hose mit einer Säge hochziehen – das wage ich nicht.
      Natürlich setze ich Rost an. Ich verkneife mir (Zange eh weg), zu erzählen, wo und wie überall das geschehen ist. Das alles ist nicht so wichtig, solange ich mit meinem Weinvorrat das Getriebe im Oberstübchen schmieren kann. Und da kommt mir doch eine tolle Idee – danke für den Hinweis mit dem Rotwein!
      Wie beim unkastrierten Absinth wirkt Alk in einer bestimmten Phase der Trinkerei bewusstseinserweiternd. mWenn ich den Beginn einer solchen Phase erwischte, könnte ich mal einen Text schreiben. Der wäre dann bestimmt anders als üblich. Und jeder Leser könnte erkennen: Ha, der Autor hat gesoffen! Ob dabei etwas herauskäme, das klar ist wie ein Forellenbach, oder trüb wie die Brühe in einer Kläranlage? Ich werde es nicht ausprobieren. Jeder Versuch machte mich für 3 Tage krank. Alk-Exzesse? Als ich jung war, und beid er Feuerwehr ….. schweig still, Du Hirsch!

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  2. Nö, dann eben nicht. Hätte nicht viel gekostet, das Liken. Meistens macht man es wohl nur, um die Aufmerksamkeit für sein eigenes Blog aufrechtzuerhalten. Und dann auch noch dieser Text, wie ein Schrei um Aufmerksamkeit, für die man einen auf den Tötz bekommt, wenn man hn beachtet. Das ist wohl ein uralter Trick beim Schreiben und im Umgang mit dem Publikum. Irgendwie unangenehm, dieser Post.

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    1. Hm, interessante Beobachtung.Dieser Text ist auch für mich unangenehm, weil eher peinlich.
      Akteur kritisiert Publikum! Klingt falsch.
      Tatsache ist ein Versuch, eine bessere Ordnung herzustellen, indem man nachdenkt, bevor man ein Like schickt.
      Ich jedenfalls mache das so; es gibt einige gute Gründe, ein Like zu schicken, und viele schlechte.Ich selbst habe täglich 3 Besucher, mehr nicht.Ist mir schnurz, da ich für mich schreibe.
      Gruss Roland

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