213 – Asyl

Bin ich ein Hellseher, oder eher ein Schwarzseher? Oder gar beides?`
Unsinnige Wortspielerei! Es kam, was kommen musste. Der Zwerg von einem Igel hat nun einen Namen. W nennt ihn Pixel. Damit gehört er automatisch zur Familie Risch. Also begrüssen wir heute Pixel Risch von Herzen. Aber ….. ja, es gibt fast immer ein Aber. Ein zweiter, zu klein geratener Igel ist nun dazugekommen. Der kriegt keinen Namen. 5 Tage Mast, dann fliegt er raus. Um kein Missverständnis aufkommen zu lassen: Es ist nicht so, dass W des Nachts durch die Gärten streift, um Igel zu gefangen zu nehmen. Die beiden Kleinen hatten sich vor unserer Haustür über das Katzenfutter hergemacht. Wenn es um Gutes geht, kennen sie weder Freund noch Feind. Da wird abgegriffen, was geht; sie sind wie die Briten.

Inzwischen kämpfe ich für Pixel. Der Kleine ist zwar schnuckelig, aber wie es scheint auch krank und gehört in fachkundige Hände, wenn er überleben soll.
Also ab in die örtliche Igelstation! W schweigt noch, wenn ich das vorschlage. Ich verstehe sie ja, aber man muss naturgemäss agieren, auch wenn man mit Fauna und Flora herumhantiert. Mutter Natur und Emotionen? Das geht nicht zusammen!

Ein anderer Fall. W im Laden bei der hiesigen Genossenschaft. Dort steht in der Ecke einApüfelbäumchen im Ballen, das keiner haben will. Es ist aus der Sicht der Obstbauern eine Missgeburt (Downsyndrom?). W: So geht das nicht, mach mal’n Preis und ich nehme ihn mit! Ist doch auch ein Lebewesen! Nun steht das Ding in unserem Biotop und ist gut angewachsen. Wenn der keine Früchte trägt? Na und? Ist doch egal! Das ist W. Gut soll’s ihm gehen, dem Baum. Ein Vorteil: Er kommt nicht mit ins Bett!

Wie? Richtig, die Igel auch nicht.

Wer es noch nicht weiss: Igel sind echte Sauviecher. Als Nachtaktive randalieren sie so, dass man nicht schlafen kann. Und sie haben die Fähigkeit, mehr zu scheissen, als sie fressen. Und ein Drittes: Sie bringen Würmer, Zecken, Flöhe und Milben mit. Schnecken sind Zwischenwirte für allerlei schädliche Würmer. Wenn der Igel also Schnecken frisst, holt er sich die Würmer an Bord. Dann hat er ein grosses Problem; kleine Tiere bleiben klein, und das beste Futter bleibt liegen. Das ist vielleicht Pixels Problem, und er/sie muss ins Krankenhaus, oder sie/er geht ein. (Gender-Problem – auch das noch!)

So sieht es aus – in Rischistan. Und ich muss angestrengt darauf achten, dass eines einzelnen Pixels wegen keine Regierungskrise entsteht.

2 Antworten auf “213 – Asyl”

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