193 – Charity

Seit Wochen treibt mich die Frage um, wie man den notleidenden Menschen in Ländern wie den Irak wirksam helfen könne. Mit Geld? Unsinn, wenn man in solchen Ländern nicht genug Angebot hat, damit die Menschen kaufen könnten. Nein, wir Deutschen wissen es besser. Zumindest wissen es die Alten aus der Zeit nach dem 2. Weltkrieg, als Care-Pakete aus den USA kamen.

Care-Pakete also. Geht das überhaupt? Nehmen wir den Irak als Modell. Dort leben 40 Millionen Menschen. Es mögen also 10 Millionen Familien sein, die mindestens 1 Hilfspaket pro Woche brauchen. Das berdeutet, wöchentlich 10 Millionen Pakete zu packen und zu versenden. Eine gigantische Aufgabe, die zugleich gigantische Profite verspricht, wenn für 50 Oiro gepackt wird, was einen Wochenumsatz von 500 Mio. Oiro garantiert, also aufs Jahr hochgerechnet …. Moment …. ca. 25 Milliarden. Bei einer Gewinnspanne von 25% bleiben per annum so um 6 Milliarden Oiro an Unternehmerhänden kleben.

Der Paketinhalt macht allerdings einige Probleme. Klar ist, die Iraker müssen überleben, sonst bricht die ganze Charity zusammen. Und von Sattwerden hat keiner geredet. Statt dessen drängt sich die Frage auf, welche Zweige der Lebensmittelindustrie mit welchen Produkten notleidet. Dort könnte, und müsste geholfen werden. Spontan fällt mit die Erbswurst ein, diese zu Pulver getrocknete Erbsensuppe, die man zu einem Stein in Wurstform gepresst hat, und die sich in heissem Wasser wieder löffelfreundlich darstellt. Sieben Erbswürste ergeben 28 Teller Suppe, das ist täglich eine warme Mahlzeit.

Oder nehmen wie die Feldmühle in Flensburg. Sie produziert Klopapier der Marke SERVUS, und hier insbesondere ein Produkt, das sie intern SERVUS BRUTAL nennen. Es wird der Bundeswehr und den Bahnhofstoiletten geliefert, ist wie der Name sagt wenig servus, aber viel brutal. Es fühlt sich an, als seien Schweineborsten geshreddert hineingearbeitet. Keiner kauft das zeug freiwillig. Nun müssten die Schweineborsten nicht mehr eingearbeitet werden, denn für Muslime sind Schweine inkompatibel,. da unrein. Somit wäre das Klopapier bereits unbenutzt unrein, eine für eisbein-fressende Menschen ziemlich kuriose Vorstellung.

Diese beiden Beispiele erklären hinreichend, wieviel Mühe es kostet, für die Iraker Care-Pakete zu packen. Nun gehen wir mal nach Eritrea. Dort ist wieder alles ganz anders, aber man hat es nur mit 7 Mio. Menschen zu tun, und die Hälfte davon sind Christen, sodass man auch Schweinespeck los werden könnte. Die Qualität der Wurst für Deutsche würde steigen, da man die Abfälle der Schweineschlachtung vakuumiert nach Eritrea schaffen könnte, wo sie – ohne Klauen und Zähne – für die Erbswurstsuppe immer noch gut sind.

Hast Du alles verstanden? So schafft man eine Win-win-Situation im Riesenformat. Fragst Du, wer das alles bezahlt? Blöde Frage. Die nun angelaufene Inflation frisst Kaufkraft! So ist es nichts weiter als vernünftig, die Steuermilliarden in Sachwerte umzusetzen. Und wenns mal kneift: Die Europ. Zentralbank druckt jeden Tag neue Scheine ohne Deckung – das geht wie geschmiert, sagt man süffisant! Und es bringt die Inflation voran. Man hat uns tatsächlich für das Jahr 2022 die vollen 5% versprochen – da freut sich der kleine Depp von nebenan!

Zynismus pur. Aber ich war mal bei den Maltesern ….. und in der IG Metall ….. und in ….. vergiss es!

  1. Knorr hat 2018 die Herstellung der Erbswurst eingestellt. Die Nachfrage war nicht mehr da und die Herstellungstechnik war veraltet. Und Letzteres wäre doch ein prima Ansatzpunkt: die alten Maschinen einfach in den Irak abzuschieben (von den Uraltautos, die wir nach Afrika liefern wissen wir ja wie sowas geht). Und dann kann Herr Steinmeier vor der Uno noch herausheben, wie wir den Aufbau einer nationalen koscheren Erbswurstindustrie im Nahen Osten gefördert haben.

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