188 – Politiker

„Je mehr direkte Entscheidungen durch das ganze Volk, um so unregierbarer das Land!“

Helmut Schmidt, Ex-Kanzler, 1993 in „Handeln für Deutschland: Wege aus der Krise“, Rowohlt-Verlag

Ein Hammer! So war Schmidt-Schnauze. Schreibt glatt in sein Buch, dass Demokratie das Regieren stört, und begründet damit, warum man diktatorisch regieren möchte und deshalb diesen saudummen Begriff der repräsentativen Demokratie erfand.
Sagt der Typ doch glatt, das Volk habe nichts zu bestimmen ausser dem Recht, zu wählen, welche Partei demnächst den Diktator ins Amt schicken darf!

Oder siehst Du das anders? Ich erinnere an 16 Jahre Kohl, der mit Zuckerbrot und Peitsche regierte.

Interessant: Der Linke Oskar Lafontaine 1982 im STERN:


„Helmut Schmidt spricht weiter von Pflichtgefühl, Berechenbarkeit, Machbarkeit, Standhaftigkeit. Das sind Sekundärtugenden. Ganz präzis gesagt: Damit kann man auch ein KZ betreiben.“

Wunderbar, wie sich das ergänzt, und den heute üblichen Regierungsstil begründet.