171 – Babel

Genesis 11 1-9

1 Es hatte aber alle Welt einerlei Zunge und Sprache.
2 Als sie nun von Osten aufbrachen, fanden sie eine Ebene im Lande Schinar und wohnten daselbst.
3 Und sie sprachen untereinander: Wohlauf, lasst uns Ziegel streichen und brennen! – und nahmen Ziegel als Stein und Erdharz als Mörtel
4 und sprachen: Wohlauf, lasst uns eine Stadt und einen Turm bauen, dessen Spitze bis an den Himmel reiche, dass wir uns einen Namen machen; denn wir werden sonst zerstreut über die ganze Erde.
5 Da fuhr der Herr hernieder, dass er sähe die Stadt und den Turm, die die Menschenkinder bauten.
6 Und der Herr sprach: Siehe, es ist einerlei Volk und einerlei Sprache unter ihnen allen und dies ist der Anfang ihres Tuns; nun wird ihnen nichts mehr verwehrt werden können von allem, was sie sich vorgenommen haben zu tun.
7 Wohlauf, lasst uns herniederfahren und dort ihre Sprache verwirren, dass keiner des andern Sprache verstehe!
8 So zerstreute sie der Herr von dort über die ganze Erde, dass sie aufhören mussten, die Stadt zu bauen.
9 Daher heißt ihr Name Babel, weil der Herr daselbst verwirrt hat aller Welt Sprache und sie von dort zerstreut hat über die ganze Erde.

Futurum 1.1

1 Und die Menschen sammelten sich und bildeten Gemeinschaften, ganz zu des Herren Wohlgefallen.
2 Doch sie folgen ihrer inneren Stimme, die ihnen sagt, die gesamte Welt sei ein Turm und in ihrem Besitz.
3 So haben die Menschen nicht aufghört, zu bauen
4 Aber sie haben sich einem neuen Gott zugewandt, der ihnen die Welt überlässt und nur mit Zahlen spielt; sein Name ist Mammon.
5 Er pflanzte den Menschen ein Gift in ihre Gedankenwelt, auf dass sie dem Wahn ewigen Wachstums erliegen und seiner Charis, der Technomania.
6 So hat Gott wohlgetan.
7 Er weiss um das Übel, das Mammon und Technomania mit sich tragen.
8 Und er weiss, dass dieser Turm, den sie Welt nennen, einstürzen wird.

9 Das wahre Göttliche auf Erden ist die missachtete Natur. Sie ist unsterblich.

2 Antworten auf “171 – Babel”

  1. man versteht nu,r was man kennt.
    warum in wordpress dir die mühe machen, relativ viel text zu zitieren, was doch in babilonischem ausmaß in bücherbergen zu finden ist? warum noch mehr steine stapeln?

    das meinte ich mit dem link zu google und wikipedia – das rad muß nicht neu erfunden werden.
    mein persönlicher hintergrund: zur genesis entstand 1963 eine serie monotypien, 1967 eine serie von linolschnitten.
    das ist aber nicht der punkt, sondern ein großes thema wie die genesis und in der kunst die gemälde für likes zu verschenken, dann doch besser auf google und wikipedia verweisen – obwohl ich bezweifle, daß es in WP jemand überhaupt interessiert.
    noch offene ???
    ich schätze deine oft sarkastischen texte, da passiert viel zwischen den zeilen.

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    1. Aha. Verstehe.
      Leider scheint meine Idee, an die Stelle des babylonischen Turms unsere Welt zu setzen und zu erkennen, wie wir mit neuzeitlichen Prozessen handeln, umk falschen Göttern ganz nahe zu kommen, n i c h t deutlich genug geworden (betr. Absatz Futurum).

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