166 – Geo-Politik

Es geht um Nordirland. Nach dem vollzogenen Brexit hat man für NIR eine Sonderregelung vereinbart. Dieses kleine Land bleibt offen, als wäre es noch EU-Mitglied. Per 30. 9. 2021 sollte die Grenze dorthin allerdings geschlossen werden, NIR wäre dann Drittland wie UK insgesamt.

Dieses Zugeständnis an das UK ist – zurückhaltend formuliert – seitens der EU nichts weiter als schwachsinnig. Der Güterverkehr aus der EU über die Republik Irland nach NIR und von dort nach GB ist heute problemlos möglich, als ob GB noch EU-Mitglied wäre – so hat man das in London gerne. Es sind andere Ursachen, die eine Versorgung von 66 Mio. Briten stört.

Nun naht der 30.9., und an den Grenzen zur EU zum UK ist nichts geschehen. Die Briten mögen das schöne Tor für Freihandel und Zollunion der EU nicht schliessen, und die EU kann es nicht, zeigt sich allerdings, wie man berichtet, verschnupft. Man kann sich ausrechnen, dass diese Schnupfen-Katastrophe keinerlei politische Wirkung haben wird.

Die Grenze zwischen IRL und NIR ist etwa 500 km lang. Wenn man sich den Grenzverlauf ansieht, gruselt es. Man hatte wohl bei der Festlegung um einzelne Quadratmeter gekämpft. Dessen ungeachtet: EU-Beamte fragt mich um Rat! Ich sage Euch, was nun zu tun ist! Ich bin zwar alt, aber noch nicht „verbeamtet“! Es ist halt Kreativität gefragt, und einm wenig Weitsicht. Und – man verzeihe mir den Ausdruck – einen Arsch in der Hose. Leider ist das Mangelware in Brüssel, und verboten, seit man gerade gewachsene Bananen forderte, anstelle der krummen Dinger. Es war sehr blamabel, damals. und man hat gelernt: Ideen sind immer giftig!