162 – Aufwachen!

Ich liege in meinem Bett mund bin soeben erwacht. Irgend etwas von mir ist erwacht, aber die Sinne haben den Weg hinaus ins Leben noch nicht gefunden. Mein Verstand scheint mit mir gekommen zu sein, aber ich sehe eine Wiese, eine BUschgruppe, und eine leuchtend gelbe Löwenzahnblüte. Der Verstand sagt, das könne so nicht sein. Ich läge im Bett und müsste das nüchterne Weiss der Zimmerdecke als Realität begreifen, und so schliesse ich die Augen, öffne sie erneut, und sehe nichts als die Wiese. Absturz, denke ich, System eingefroren. Ich bin in einem Traumbild gefangen, ein bisher unbekannter Zustand. Ich beginne, mich ein wenig zu sorgen. Prompt wechselt meine Tonalität hinüber zum Moll; es ist, als legte sich ein zarter Nebel über meinen Tag, der noch garnicht begonnen hat. Eine leise Melancholie hat sich über meiner inneren Welt ausgebreitet und dabei wohl meine Sinne geweckt.

Ich beginne nachzudenken. Was hält dieser Tag für mich bereit? Oder auch: Was tue ich für diesen neuen Tag, ohne zu vergeuden, was längst mein knappstes Gut ist, die Zeit? Meine Zeit? Jene Zeit, die sich gelegentlich verändert und als Geissel des Menschen brilliert?

Nein, mein Heute soll nicht ins Dramatische mutieren. Ich suche etwas Lachen, und wer sucht, der findet. Wohlwollend nehme ich zur Kenntnis, dass dem Erhabenen Führer Chinas, Herrn Xi Jinping zwei Reiskörner von den Ess-Stäbchengefallen sind. Ich bin sicher, das Ereignis hat ein ganz kleines Lächeln in mein Gesicht gezaubert.

  1. um 19:15 liege ich noch im bett, denke möglichst nicht daran, was ich tun unbedimgt tun müsste. lass mir damit zeit,
    dazu passt ein zitat, mal sehen ob ich es noch erinnere: „wir haben so wenig zeit, wir müssen sehr langsam vorgehen“ [ buddh. weisheit ].

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