138 – British

Wann immer man die Briten zu fassen bekommt, ist man versucht, mit einem guen Mass Schadenfreude zu polemisieren. Ich gestehe, davon nicht frei zu sein.

„Was’n jetz schon wieder los?“

Nun, die Versorgungslage verschlechtert sich weiter. Die Kartoffelchips, ein britisches Grundnahrungsmittel werden knapp. Das weckt die Geister; es mehren sich die Stimmen, die den Brexit als „vielleicht doch einen Fehler“ begreifen und dies auch so kommentieren.

Zugleich gibt es Kommentare aus dem Regierungslager, die glaubhaft erklären, man sei doch nicht so verblödet, wie die Welt das wahrnimmt. Die Drahtzieher des Brexit hätten – unausgesprochen – einen grossen Plan verfolgt: Bündnis mit den USA, gemeinsames Bemühen, die EU zu zerschlagen und eine neue Union mit liberalisiertem Regelwerk unter britischer Führung zu errichten.

Diese Absichten erklären nahezu das gesamte, nur scheinbar idiotische Verhalten der britischen Regierung. Idiotisch war nicht viel davon. Am ehesten wäre da die Fehleinschätzung der eigenen Stärke und die Schwäche der EU zu nennen. Dabei hat man sich völlig verkalkuliert. Und dies ist der wahre Grund für das laufende Desaster.

Soweit die Stimmen aus dem UK.