124 – Brexit

Ich muss vorausschicken, dass alles, was ich über dieses Thema schreibe, aus britischen Quellen stammt. Die Zensur im deutschen „Journalismus“ liesse derartige Info’s erst gar nicht durch.

Es wird berichtet, britische First Minister (= Ministerpräsidenten der 4 Länder) wären in Tränen ausgebrochen.

Nochmal: Es war, wie wenn Laschet weint. Oder Seehofer. Verstanden? Das ist absurd. Ein Bild? Computerkunst per Photoshop?

Nein, die Lage ist ernst, scheinbar nahezu verzweifelt. Ein First Minister weint nicht, weil das Bier alle ist, oder weil er keine Chicken wings kriegen kann. Man hat vermutlich ernsthaft recherchiert, und heraus kam, dass der Verlust des Status „Weltmacht“ Ursache für den Gefühlsausbruch war. Mit einem Male versteht man, dass man so armselig ist wie alle anderen ringsherum. Oder schlimmer. Und in Germany gibt es immer noch Bier! Die haben doch den Krieg verloren!

Man beginnt in GB zu verstehen, dass man ein Spiel verloren hat. Wo immer sie die Finger reinsteckten, hinterliessen sie verbrannte Erde, und nun wird gejammert, dass sie allein dastehen, dass das Vertrauen verspielt ist. „Keiner mag mich!“ Dazu kommt, dass sie das eigene Land allmählich ruinieren.

Die Waliser haben den Rüssel voll, weil sie sich betrogenh fühlen, und wollen in die Selbständigkeit. Die Schotten sind längst soweit. Nordirland muss ohnehin wieder an die Republik zurückgegeben werden, weil nur so der üble Konfliktherd beseitigt werden kann. Übrig bleibt England mit der großen Geldwaschanlage London.

In den Commonwealth-Staaten wird man sich schadenfroh die Hände reiben, weil sich die selbsternannten Supermänner in London endlich die Pfoten gründlich verbrannt haben.

So sind die langfristigen Aussichten für das United kingdom. Ein Kurswechsel könnte das Desaster verhindert. Der ist jedoch nicht zu erwarten. Die aktuell gefahrene Linie ist denn doch zu ertragreich für die Plünderer aus dem House of Parliament/Westminster.

2 Antworten auf “124 – Brexit”

  1. Ja, das drohende Elend ist groß.
    Weder das Geschäftsmodell „Global Britain“ (Kern: Aufrüstung) noch das „Leveling-up Geschäftsmodell“ wird wohl funktionieren.
    In besagter Unterhausrunde gestand man sich ein, dass die Special Relations zu den USA ein Selbstbetrug & alter Mythos war/ist, nachdem man die Biden Rede zu Afghanistan und die unveränderte Botschaft America First zur Kenntnis genommen hatte.
    UKs soft power ist auch dahin.
    Und gleichgültig wie hoch man seinen Rüstungsetat noch schrauben will, aus UK wird keine Global Power mehr.

    Leveling-up? Womit, wenn man keinerlei Wettbewerbsvorteil hat und dank des unvergleichlichen Beutezugs der korrupten Eliten, zerstörten Zuliefererketten, fehlender eigener Großkonzerne und Steuerhinterziehung als Volkssport einen zerrütteten Haushalt hat. Nicht nur die Exporte sind eingebrochen, sondern auch all die EU Entwicklungsgelder fliessen nicht mehr. Bsp. WALES…

    „Wales currently (note: 2019; till Jan 2021) receives around £680 million of EU funds every year , according to the Welsh Government.“ (Wales Online.co.uk).

    After Brexit – „UKs Leveling-up Fund will provide Wales with £10 million a year“ (FT UK)

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