96 – Wissen

„Ich weiß, dass ich nicht weiß.“
Diese Aussage unterstellte Platon dem Sokrates in seiner berühmten Verteidigungsrede (Platons Apologie, ca. 410 v. Chr.)

„Ich weiß nicht, dass ich nicht weiß.“
Angenommen, irgendwo auf der Welt lebt eine Hunderasse, die man an ihren drei Schwänzen erkennt. Ich weiss davon nichts, ein Fall von Nichtwissen. Dumm ist nun, dass ich von diesem Nichtwissen auch nichts weiss. Anscheinend kaue ich nun auf einer Tautologie herum! Ein typischer Fall von Bauchlandung, ausgelöst durch „Was wäre, wenn ….. „.

„Insofern bin ich klüger als andere.“
Sokrates soll seinen Spruch so ergänzt haben. Wissen, nicht zu wissen – das ist Klugheit. Er ist nicht in jene Falle gerlaufen, in der ich mit meinem dreischwänzigen Hund festsitze.
Hat Sokrates nicht genützt, man kriegte ihn auf andere Weise zu fassen, um ihm den Giftbecher servieren zu können.

Nun fragst Du Dich, was dieser Quark da oben eigentlich soll? Ich sag’s Dir. Nichts als Spielerei. Gedankenspielerei, gewissermassen.
Die Prozedur dafür ist so trocken wie ein Backstein. Da ist eine Idee, ich beginne zu tippen und guck mal, was zustande kommt. Kann sein, es kommt nichts. Dann hole ich mir ein Bier. Oder es tröpfelt. Dann lasse ich es tröpfeln. Oder es fliesst. Dann tippe ich wie ein Weltmeister und es kommt der grösste Quatsch in meinen Speicher. Das zwingt mich dann zum Lesen. Und das hasse ich. Es macht mich unzufrieden. Hier haben wir so einen Fall.
Wegschmeissen, zurück holen und trotz der Kritik hochladen mit der Begründung, auch dieses Dingens hätte gekostet. 90.000 Hirnzellen oder sonstwas.
Tja, so läuft das bei mir. Suboptimal.

Den Knoten kann ich. Dennoch: Das mit dem Strick vergiss rasch. Mir fehlt sogar der Balken.