83 – Trivia

Es war wieder mal ein Morgen ohner Frühstück. Soeben kriegte ich die Quittung. Zunächst ass ich eine Banane. Keine Ahnung, warum. Das bringt so viel Lustgefühl wie das Kartoffelschälen. Also muss ein Teller her, mit irgendwas drauf. Bei einem Bestand von 18 Eiern klärte sich die Luft, und ich sah Rührei mit Röstzwiebeln auf Roggenbrot. Veni, vidi, vici! In meinem Fall ist das eine alternative Wahrheit. Julius Cäsar hat seinen Krieg gewonnen – ich aber habe meinen Krieg gegen mich selbst verloren. Vier Eier und eine halbe Zwiebel sind irgendwie tot, und ich war noch nicht satt. Habe dann noch eine grosse Fruchtjoghurt hinterher geschoben. Dummheit frisst.
Natürlich wird das Gesamtbild verzerrt, wenn ich in einem kleinen Gebäude eine grosse Portion Essen vertilge. Es stimmen dann die Proportiionen der Portion nicht; schlechte Optik. Disharmonie bestimmt die Szene.

Ich lenke mich ab, indem ich den Wetterbericht lese. Alarm für die Unterelberegion – wie seit drei Tagen. Und wie seit drei Tagen findet das Unwetter statt, indem ein dunkles Wölkchen vorbei zieht, dabei ein leises Donnergrollen veranstaltet, und keine Blitze mit hat. Es wird Strom gespart! Und Wasser. Denn nichts fällt vom Himmel. Das Elbe-Urstromtal ist trocken wie die Semmeln vom Ortsbäcker. Wer keinen Bock auf Giesskanne hat, kann hier nur noch Paniermehl anpflanzen. Oder Zigarettenpapier, ich bin in Warenkunde nicht so fit. Besser, ich gehe jetzt.