82 – Belanglos

Es ist nicht so ganz einfach, einer Katze ihre Unarten abzugewöhnen. Sie gerät gänzlich ausser Kontrolle, wenn der Mensch in ihren Tag hineinpfuscht.

Kommt doch meine Tochter mit einem Hund ins Haus; es ist ein langhaariges Riesenvieh, das ca. 60 kg auf die Waage bringt und souverän die Katzen nicht zur Kenntnis nimmt. Die beiden sehen den Besuch natürlich anders. Nun ist die Riesen-Töle wieder weg, und die Katzen sind verstimmt.

Cilla, eine kleine, seidenzarte mediterrane Schönheit zog sich zum Schmollen zurück auf den unsäglichen Kratzbaum. Anders Titi, dieser nordische Trampel. Kommt angeschlichen, wuchtet ihren dicken Hintern auf meinen Drucker, von da auf meinen Schreibtisch – ich sitze dort – und latscht auf die Tastatur. Die quietscht gequält und liefert 4 Zeilen Wirres an den Monitor, weil gerade ein Editor aktiv ist, dann springt sie auf die Fensterbank und sucht den Garten nach dem Hund ab. Anscheinend enttäuscht schmeisst sie sich auf mein Keyboard, schliesst die Augen und will eine Runde pennen. Nun greife ich frustriert ein und schiebe diesen Fellklops beiseite, ziehe meine (!) Tastatur unter der Katze hervor und kann wieder tippen. Titi ist das alles gleichgültig. Sie liegt nun auf meinem Schreibtisch in einer Ecke, wo sie nicht mehr stört, und schläft.

Ich hab‘ sie! Die einzige, aber freche Stubenfliege in meiner Bude habe ich soeben erwischt und auf einen halben Millimeter Körperhöhe reduziert. Seltsam. Jetzt spielt die „tote Fliege“. Gerne, wenn sie das gut findet, aber nur in meinem Papierkorb.

  1. ….sind sie nicht süüüüüüsssss, unsere beiden Fellnasen!
    Typisch, dass der alte Kater grantelt.
    Und Argus? Seines Zeichens Berner Sennenhund und Halbwaise (Frauchen ist vor Kurzem verstorben) wird auch noch sein Plätzchen finden….genauso wie der streunende, verfressene Kater „Finnegan“ (alias „Frodo“, so sagt sein Chip), der sich unsere Hütte samt insektenfreundlichen Garten als Zweitwohnsitz auserkoren hat.

    Gefällt mir

Kommentare sind geschlossen.