76 – Blasphemie

„Laschet uns fröhlich durch den Tag wandern!
Das Leben ist ja so kurz!“

Unser Kanzler-Anwärter Armin wirkt derzeit ein wenig verschnupft, weil man ihm seine Lachnummer im rheinischen Krisengebiet verübelt. Ich kann ihn verstehen. Er ist halt so gehäkelt, dass er negative Gefühle wie Mitleiden nur spielen kann; sie sind nicht Bestandteil seines Wesens.
Man könnte sagen, er sei für grosse Führungsaufgaben genau deshalb geeignet. Er ist auf die dafür notwendigen Fähigkeiten reduziert. Man schaue nach Ungarn mit dem Ex-Sozialisten Orban!

Laschet uns nachdenken. Wenn man im Katastrophengebiet nicht mitleidet, leidet man überhaupt nicht. Man wird höchstens ärgerlich oder wütend. Man leidet auch nicht, wenn man den missbrauchten, unnützen Begriff „Demokratie“ endlich in die Tonne drücken darf, um dann autokratisch zu handeln. Siehe den Ex-Kommunisten Lukaschenko in Belarus. Aber man muss durchgeknallt sein, um sich zum Werkzeug einer Oligarchie zu machen. Siehe Trump.

Haltet Euch an Armin! Laschet Arminius den Cherusker ruhen! Er war römischer Tribun, hier ein Verräter, hat die römischen Truppen des Varus niedergemacht und wurde selbst von Verwandtschaft getötet.

Derart brachiale Taten sind heute nicht mehr in Mode. Man sollte vielleicht Armin informieren, damit diese rheinische Frohnatur nicht auf ganz dumme Gedanken kommt. Wie Xi Jinping.

Laschet fasziniert. Man kann nicht umhin, sich vorzustellen, wie diese Leuchte der Menschheit in Düsseldorf auf dem prominenten Thron sitzt – und mit magischer Hand nach dem Klopapier greift ….. die Republik wird vor Wonne zittern!

Nun laschet uns beten: “ Herr, mach was! Auf dass dieser Kelch an uns vorübergeht! Armin ist ja ein ganz Lieber, aber er verkauft doch nur Sülze, statt Fleisch mit richtigen Knochen! Wenn es heiss wird, zerrinnt seine Sülze wie Butter in der Sonne, und die angerührte Suppe wird ungeniessbar! Deshalb wird jeder, der es sich leisten kann, sein eigenes Süppchen kochen, wie in Kleinbritannien! Ist es das, was Du willst, Herr? Sag mal Deinen vollen Namen, Du Erzkapitalist!“

  1. gut gesagt, der LASCHE ein kleines t hinzugefügt oder nur lasch. es gab aber noch schlimmere. ich war zeitlebens immer politisch, doch ich bin nicht mehr interessiert. geh nicht mehr zur wahl, jahrzehntelang habe ich trotz alledem immer gewählt. rechne mal nach, wie oft du im leben bei der bundestagswahl denkst, das sei erforderliches politisches handeln.

    bei mir ab dem 21 lebensjahr, alle 4 jahre, 1. 1965, letzte 2017= 52 jahre geteilt durch 4 macht unterm strich 13x die illusion, mit der wahl die verhältnisse verändern, beeinflussen zu können.

    die große LEBENSLÜGE der sogenannten DEMOkratie.

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