65 – Stolz

Neulich nachmittags hatte ich mit meinem Blog ein interessantes Ergebnis:

Aufrufe = 0
Besyucher = 0
Likes = 0
Kommentare = 0
Follower = minus 2

Das Signal dieses Zustands lautet:

„Mach Deinen Laden endlich dicht!“

Ich morse zurück:

„Ich denke garnicht dran!“

Die Klarheit meiner Gedanken überlagerte das tiefe Gefühl endloser Einsamkeit, und ich wünschte mir einen nächtlichen Himmel ganz ohne Sterne ….. Verflucht! Gegen Abend tauchten dann doch ein paar Besucher auf und verdarben mir das schöne, klare Bild. Ich schaute aus dem Fenster und hoffnungsvoll nach oben. Ein halber Mond und reichlich Twinkelei unzähliger Stars, des étoiles, stelle und Sterne
liessen die Sehnsucht nach dem absoluten Nichts zerfallen wie den Glauben an die unbefleckte Empfängnis der Maria. Und ich sehe sie, die vier Reiter der Apokalypse, und der vierte, jener auf dem klapperigen Gaul nähert sich mir bedrohlich – und es ward Licht, in meinem Kopf.
Drei Betablocker mit Bisoprolol und eine halbe Flasche Gin, das ist ein wenig üppig.

Ich sehe noch die knochigen Hintern von Reiter und Pferd. Sie sind vorbei geritten, ohne mich zu sehen. Auch dieser Besucher hat mich ignoriert. Ich gestehe: Das schmerzt! Diesmal schon.