59 – Kaffeemaschine

Keine Frage, es ist angesagt, dass ich mich wieder einmal selbst lobe; wenn Eigenlob stinkt, so ist mir das gleichgültig.
Also, ich habe zum Einkaufen ein goldenes Händchen.

Meine alte K. machte sich durch unbotmässiges Verhalten mehr als unbeliebt und steht nun ausgemustert auf Halde. Ich hatte dafür 150 oiro gelöhnt, das schmerzt ein wenig, aber denselben Fehler mache ich nicht ein zweites Mal.

Die Neue hat nur ein Drittel gekostet, arbeitet zuverlässig, sauber, mit Wasser, Kaffeepulver und mit Magie. Das glaubst Du nicht, gell? Dann pass mal auf:

Ich fülle den Wassertank für 10 grosse Tassen. Die Kanne bedankt sich für 11. Wo zum Teufel holt die K. das Wasser her für die 11. Tasse?
Dann fülle ich 2 grosse Tassen. Die Kanne meldet aber die Abgabe von 5. Der Pegel steht auf 6. Frage: Wohin sind die fehlenden 3 grossen Tassen heissen Kaffees verschwunden? Wernn ich nun unsere Tassen noch einmal fülle, ist die Kanne leer. 11 Tassen entnommen, 4 sind beim Kunden angekommen – insgesamt fehlen 7 grosse Tassen Kaffee.

So sieht’s aus. Es muss gewusst werden: Die Skalierung in „Tasse“ ist schwachsinnig, also völlig unbrauchbar.

Manche Ingenieure haben ein dickes Brett vor dem Kopf – sind aber immer arrogant. Es gibt da Leute, die werden nie verstehen, wo das Geld herkommt, das ihnen als Gehalt überwiesen wird. „Das kommt von BOSCH!“ Und ich: „Das kommt von Kunden wie ich, Du Schwachkopf! Und Du lieferst mir eine Kaffeekanne, für die ich Abitur und Schwarze Magie brauche, wenn ich aus der Skalierung etwas Nützliches ablesen möchte!“

Ich könnte jetzt gerade so weiter meckern – aber das Limit!