46 – backstage

Heute geht es mal um das tägliche Futter für den alten Wolf.
Bei ihm ist der Prozess zur Nahrungsverarbeitung weitgehend intakt; er kann also noch gut fressen. Dennoch gibt es dabei massive Störungen. Ursache ist das Angebot von Futter.

Der Alte ist Allesfresser, aber er will nicht alles fressen, was man ihm vorsetzt. Er ist so verbohrt, dass er Qualität erwartet.
Dann steht vor ihm eine Portion Tzaziki, und ein Stapel Brot, geschnitten. Er greift zum Brot, packt den Quark drauf und fasst zu. Vorne klappt das Brot einfach weg wie ein dünner Pfannkuchen, und der Quark landet auf dem schwarzen T-Shirt. Sieht scheisse aus, denkt er sich, und es packt ihn eine heisse Wut auf die Brotfabrik. Er möchte die komplette Schnitte greifen, auf die flache Hand ziehen und donnernd irgendwo hinwerfen, schaut sich gottlob um und nimmt Abstand von solchem Tun. Schliesslich sind hier überall Wände und Scheiben, und die Vorstellung, dass der Knobi-Quark mitten in der Tischbox landet, wo das Kleinwerkzeug wie Filzer, Kuli, Lupe und Taschenrechner untergebracht sind, tötet nicht nur Humor, sondern auch die Wut. Er geht zurück auf START.

Ein neues Quark-Brot liegt friedlich auf dem Teller, und ich esse. So etwas erstmalig mit Messer und Gabel. Keiner lacht. Ich bin allein.