Allgemein

Hattu Katz?

Hast Du eine Katze?
Schon diese Frage ist unsinnig.
Man kann eine Katze nicht haben. Man kann sie nicht besitzen. Man kann dafür eine Menge Geld hinblättern, erwirbt nach Menschenrecht ein Eigentum – und die Katze pfeift drauf. Sie fühlt sich in jeder Beziehung frei und damit selbstbestimmt. So denkt sie, und so tritt sie auf.

Aber auch sie ist falsch gewickelt. Sie ist unfrei. Ihre Ketten sind Verlangen nach Bequemlichkeit, Hunger und Sozialkontakt. Die Befriedigung solcher Bedürfnisse holt sie sich auf ihre Weise. Sie bestimmt, was, wann, wie und wieviel davon angesagt ist. Soviel Freiheit muss auch hier gewährt werden.

Falls nicht, ist die Katze erst mal gefrustet, schlecht gelaunt. Kommt Mensch dann an und will streicheln, so fängt er sich eine mit ausgefahrenen Krallen. Die Katze bestimmt, wann der Frust zu Ende ist. Sie kommt dann und zeigt es an. Das kann nach 3 Minuten sein, oder nach 30. Längere Frustperioden sind selten.

So lauten die wichtigsten Regeln für Katzenhalter. Wem sie nicht behagen, möge sich einen Hund zulegen.

Es muss noch erwähnt werden, dass sich „im laufenden Betrieb“ diese Grenzen verwischen. Man darf sie nur nicht aus den Augen verlieren. Dramatisch wird es, wenn Dich eine Katze zu 100 % ins Herz geschlossen hat. Dann klebt sie an Dir wie mit Pattex befestigt und fordert Gegenliebe ein.
Bringst Du es nicht, so hast Du mal ein Sofa gehabt. Die Krallen einer Liebenden können vernichten.