Leichte Kost

Schon wieder Bruschetta!

Ein Dialog der angestrengteren Art – gerade noch konfliktfrei:

· Hast Du endlich das Rezept für Bruschetta rausgesucht?
· Ja! Nee, das heisst nicht Bru schet ta. Man spricht es wie Brusketta aus!
· Und ich heisse Triebelmann, und nicht Treibelmän.
· Aber Du bist keine Italienerin.
· Und Du weiss Gott kein Italiener! Wo ist denn nun das Rezept?
· Suchs doch selbst raus!
· Ich weiss aber nicht, wie´s geht!
· Und ich habs Dir gezeigt. Einschalten, warten, InternetExplorer/ Favoriten/ Rezepte/Italienisch/ Bruschetta – so geht das.
· Ja, ich weiss, aber ich muss das Klo putzen. Du kannst das doch mal für mich raussuchen, Du hast doch sonst nichts zu tun!

Und schliesslich hat Madame mich so in die Ecke gestellt, dass ich nicht mehr rauskommen kann.

· Also gut! Ich machs schon!

Hier ist das Rezept. Falls Du Bruschetta nicht kennst: Es lohnt sich. Lade ein, zwei Freunde ein, trinkt einen trockenen, nicht zu körperreichen Roten und quatscht bis zum Abwinken!

Jetzt aufgepasst, es wird kompliziert: Man röstet eine Scheibe gutes Weissbrot auf beiden Seiten, reibt sie mit Knobie ab, dann gibt man ein Schlubberchen Olivenöl drauf. Der Höhepunkt: Ein guter Roter wird geöffnet ! Der Rest ist trivial. Essen und trinken, was sonst?

So sieht ein gutes 2. Frühstück auf Kreta aus. Dort wird man steinalt. Ich habe Friedhöfe abgeklappert und das überprüft. Dort sind selbst die Toten noch so vital, dass aus den Gräbern der Männer weisse Bärte rauswachsen. Die Angehörigen gehen auf die Friedhöfe nicht zum Unkrautjäten – da wächst eh nicht viel, sondern zum Bärte schneiden.