Kölsche Originale

Tünnes:
He, Schäl, lass uns was dichten!
Ich fang an.
Ich steh heut am Ufer des Rheins
und guck flussaufwärts bis nach Mainz!
Jetz Du.

Schäl:
Ich steh heut am Ufer des Rheins
und stecke beide Daumen in die Nase.

Tünnes:
Aber das reimt sich doch nicht!

Schäl:
Aber das dichtet!

(Aus meiner Kinderzeit, so um1952, also ca. 70 Jahre alt, und wie man so sagt, der Witz hat einen langen Bart. Ist mir egal. Für mich eine „Antiquität“, und wichtiger als der Kölner Dom! Kultur wird vom Volk gelebt, und nicht von Kirchen mit protzigen Bauwerken und anderem Imponier-Gedöns. Ach ja – Tünnes und Schäl sind Figuren aus dem Kölschen Hännes_chen-Theater, einem Puppenspiel mit Tradition, so um 1803 kam Tünnes, und um 1850 kam Schäl auf die Bühne.)

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