Illegales Baumfällen in Berlin

Zitat: Tagesspiegel Berlin

Er äußerte sich nicht zum Sachverhalt, aber er hat ja wie alle Berliner Wildtiere eine Art Erziehungsberechtigten:

Derk Ehlert, Senatsexperte für alle Felle.

„Der sucht neue Lebensräume“, erklärt Ehlert das Verhalten des Bibers. Seit etwa 14 Tagen sei das Tier zwischen Fischerinsel und Bodemuseum unterwegs; vermutlich ein Männchen von etwa eineinhalb Jahren, wohl mit tiergärtnerischem Migrationshintergrund. Über einen Schiffsanleger an der Museumsinsel könne er die Spree verlassen, „aber wir hoffen, dass er da nicht bleibt, denn da findet er nicht genug zu fressen“.

In Bayern würde das Tier wohl als Problem- oder Schadbiber klassifiziert werden, aber in Berlin kann er machen, was er will. Ehlert hofft, dass er weiterzieht – wissend, dass freie Ufergrundstücke in Berlin kaum mehr zu haben sind: Mit stadtweit rund 120 Bibern sei die natürliche Kapazitätsgrenze wohl erreicht.

Aber kurzfristig bleibt vorerst nur, am Spreeufer zu sitzen und das alte Lied zu singen:

Weine nicht, wenn er Bäume fällt,
Damm, Damm… Damm-Damm /
Freu dich, dass er die Art erhält,
Damm, Damm… Damm, Damm.

Bild: Tagesspiegel Berlin