Volkstümliches

Die Preussen:

„Noch vor 60 Jahren sind wir auf Bayern zur Arbeit geritten!“

Die Bayern kontern:

„Heid auf d’Nacht wern Preissn g`schlacht.
Wer a Preissnfleisch mog, der ko kemma de Dog.“

Da spürt man doch die alles überschäumende Zuneigung beider Volksstämme zueinander!

“ ….. denn i die Schneizlreutherin bin Schönheitskönigin!“

So sang eine Kleinhuber Theres aus dem Berchtesgadener Land, und sie war, wie man berichtet, das schiachste Weibi in dieser Gegend! Man sagt, ihre Kühe hätten Verstecke gesucht, wenn Theres den Stall betrat. Ihr Papa war wohl nicht sonderlich mit Frieden stiftenden Sprüchen vertraut. Im örtlichen Gasthof „Zum Blauen Hirschen“ drehte er nach einigen Bierchen durch, machte klar, dass auf ihm noch kein Preiss geritten sei, und dass dort nie ein Preiss aufsitzen würde. Dann nahm er sich einen Urlauber aus Potsdam vor. Der Arme hört nun nur noch mit einem einzigen Ohr. Der Gastwirt sorgte umgehend für Ruhe, indem er dem Kleinhuber Sepp eine langte – mit einem vollen Bierseidel.
Man entfernte den Sepp und den Potsdamer aus der Gaststube, und schon waberte Wohlgefühl durch den Raum.
Das Ohr hat der Hund vom Forstmeister gefressen. Ein Gast hats gesehen. Man diskutierte noch eine Weile über Ohrenprothesen aus Alublech, aber nach der ersten Mass Bier war das Interesse erloschen.
Man ist schliesslich im Alltag zu Hause, und nicht im Bauerntheater.