Cosa nostra

Das ist Conte Alberto Corleone aus Corleone auf Sizilien. Er zählt heuer 97 Lenze, ist längst in Rente gegangen, geniesst landesweit den Schutz der Carabinieri – und kann’s nicht lassen.

Soeben ist es ihm gelungen, einem Deutschen die Uhr zu stehlen; es ist eine Danish Design Taschenuhr »IQ12Q1076« vom OTTO-Versande im Wert von 64,95 oiro. Alberto schenkte die Uhr seinem jünsten Urenkel; Silvio ist 3 Jahre alt und spielte damit, wie es eine Katze täte: Wegwerfen, hinterher kriechen, mit dem Mund auffangen und reinsabbern, bis aus dem Gehäuse Milchschaum dringt.

Ein Tourist aus Flensburg – er hatte gehofft, Mafiosi zu sehen und ist nun enttäuscht – schaute dem Uropa und dem kleinen Silvio zu und bemerkte „Danish Design aus Xi ‚An, China!“. Danach bsuchte er eine Trattoria, um eine Kleinigkeit zu essen; Besitzer ist einer der örtlichen Caporegimes, also ein Unterboss der Mafia, ein kleiner Dicker mit überschäumender Fröhlichkeit auch gegenüber einem Gast aus Flensburg, der nun zu ahnen schien, dass er keine Mafiosi zu sehen bekäme. Doch sein Gemüt lichtete sich, als er Donna Luisa Cipolle zu sehen bekam, die Haushaltshilfe des Padre Guiseppe di Angeli, seines Zeichens Priester und Consigliere eines gewissen Toto Riina.

Nun, wer mit der Beugelbuddel Flens aufgewachsen ist, könnte auf einem Misthaufen sitzen und dennoch nur den lieblichen Duft der Kamtschatka-Rose erschnüffeln.

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