Rechenhelfer

Vor mehr als 4.500 Jahren hat ein kluger Kopf den Abakus erfunden. Dieses Gerät braucht keinen Strom und kein Diesel. Es funktioniert beim Einsatz von Hirn und flinken Fingern.

Die hier gezeigte chinesische Variante kann addieren, subtrahieren, dividieren und multiplizieren, ferner Quadratwurzel und Kubikwurzel rechnen. Prinzip:

0+4 – rechte Kugelreihe = Einser-Strelle = 4 Kugeln nach oben schieben.
+1 = 5, indem unten die letzte Kugel geschoben wird. Um unten weiter rechnen zu können, schiebt man die 5 wieder zurück auf Null, und schiebt oben eine vion beiden hoch, zeigt Wert 5 an. Nun könnte ich unten 4 dazu addieren, ich schiebe 4 Kugeln, die oben zeigt 5, macht neun. Nun will ich 2 addieren. Ich schiebe die 5. unten, macht 5, schiebe alles auf Null und benutze oben die 2. Fünfer. So habe ich noch eine 1 zu addieren, und oben 2 Fünfer-Kugeln = 10.Dann schiebe ich die fehelende 1 hoch, habe oben 10 stehen, macht 11. Aber die zwei Fünfer brauche ich später, ich schiebe sie auf Null-Position und gehe in die 2. Senkrechte, die Zehner-Reihe, und schiebe dort eine von 5 Kugeln So habe ich in der Einser eine 1 und in der Zehner ebenfalls. Wunder über Wunder – ich sehe die 11!

Es ist ein wenig wie binäres Rechnen
Ich habe diesen Abakus in Osteiuropa auf Märkten gesehen. Marktfrauen addieren Kundeneinkäufe mit affenartiger Geschwindigkeit. Für sie ist ein Taschenrechner Teufelswerk.
Aber ich musste mich bei meinen Versuchen ziemlich quälen. Ein heftiger Stoss gegen den Abakus, und die Kugeln rutschen von ihrem zugewiesenen Platz. Man beginnt dann von vorne.