Der Alltag – ein Ungeheuer?

Nein, das ist er nicht. Dies pauschal zu behaupten wäre nicht zielführend; und Ziel ist doch wohl, ihn zu beherrschen, also nicht von ihm beherrscht zu werden!

Dessen ungeachtet kann er sich zu einem Ungeheuer entwickeln. Das ist dann der Fall, wenn Probleme riesige Dimension annehmen. Dann ist man entweder zu schwach zur Bewältigung, oder die Probleme sind zu riesig.

So steht der Mensch im Regen und verzweifelt. Er ist womöglich mit der Aufgabe, sein Problem zu lösen, übefordert; schliesslich wird ihm viel abverlangt:

. Druck aushalten
. Problem komplett erfassen
. Analysieren
. Lösungsalternativen suchen
. Alternativen bewerten
. Lösung entscheiden
. Boden aufbereiten und
.handeln.

Dies ist der völlig normale, natürliche Ablauf, wenn ein Problem richtig bearbeitet wird. Richtig meint fehlerfrei. Der Trick ist die Verteilung der grossen Aufgabe in sieben Phasen, von denen jede weniger ängstigt, leichter zu bewältigen ist, und das grosse Ganze ausgeblendet bleiben kann. So weit der Oberlehrer Lämmle.

Wenn ich 7 Schritte zu gehen habe, dann mache ich diese 7 Schritte, und versuche mich nicht im Weitsprung. Das ist auch schon alles. Planvolles Vorgehen kostet nur ein wenig Ordnung im Hirn.