Bericht aus Berlin

Diese Henne ist vermutlich aus der Kleingartenkolonie Mecklenburgische geflohen und zu Fuss bis zur U-Bahnstation Rüdesheimer Platz gelaufen. Direkt vor der Treppe zur U-Bahn hat sie ein Ei gelegt.
Die Berliner „Morgenpost“ vermutet, es war ihr erstes Ei, und der Vogel wusste nicht, was geschehen war. Das Tier hinterliess einen verwirrten Eindruck. Das selbe liess sich von den Passanten sagen. Mensch und Tier quälte offenbar die Frage, was nun geschehen soll.
Die Henne fragte sich wohl, was sie mit diesem Scheissding anfangen sollte, und die Menschen wollten dem Tier nicht sein Ei nehmen und gar in eine heisse Pfanne hauen.

Die Henne löste das Problem, indem sie ihrem Ein einen Schubs verpasste. Es rollte die Treppe hinunter und zerbrach auf Stufe 4. Man hörte ein dreissigfaches Ah, Oh, wie schade, so’n Pech usw., und nur der Mann von der „Morgenpost“ registrierte, wie sich ein älterer Passant die Henne schnappte und verschwand.

Nun steht wohl in irgendeiner Berliner Küche ein grosser Topf auf dem Herd, und ein paar Flaumfedern könnten Grausames berichten.

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