Ausgerechnet Bananen

Der moderne Mensch hat längst gelernt, sich nicht täuschen zu lassen.
Deshalb wird er das hier gezeigte Produkt in keinem der grossen Supermärkte suchen,
sondern bei Bedarf selbst herstellen.
Die Frage ist allerdings, wo der Bedarf entstanden sein sollte.
Gut. Man kann sich damit einem Scherz erlauben und 20 solcherart präparierte Bananen
am Buffet neben dem Rehrücken plazieren, so nach dem Motto, dass Rehrücken und ein wenig Obst unter Weglassen der Bratkartoffeln eine recht gesunde Ernährung darstellen.

Aber ich warne davor, diese Bananen neben einen 90 cm langen, toten Lachs anzubieten.
Pochierter Lachs mit Chorizo, und eine Geldstrafe wird fällig. Das selbe gilt, wenn statt einer Chorizo die Ringsalami aus dem Aostatal verwendet würde, ganz abgesehen von der Tatsache, dass man eine Ringsalami nur unter Anwendung körperlicher Gewalt mit einer Bananenschale verkleiden kann.

Es wäre wiederum eine noble Geste, den Gästen ein solches Machwerk als „Obst für unterwegs“ mitzugeben, wenn sie sich auf den Nachhause-Weg machen. Dann müsste allerdings eine verdammt hässlich geblümte Papierserviette dazugereicht werden, was das Give away verteuert. Und nicht zu vergessen: Ein Blatt Papier mit Hinweisen zur Verwendung der Bananenschale. Man weiss, dass sie einen hohen Anteil an Dopamin, unser aller Glückshormon enthält. So kann man sie zum Beispiel im Mix mit anderen Früchten in einem Smoothie verarbeiten; andere Fans kochen sich damit einen Tee, und es gibt tatsächlich einige wenige Irre, die die Schale einfach mitessen.
Schliesslich wird berichtet, dass die Schale sogar Splitter aus der Haut zieht, wenn man sie für 15 Minuten auf den lädierten Körperteil presst – Enzyme sollen diesen Job zufriedenstellend erledigen.

Ich hoffe sehr, dass man nun versteht, warum ich dieses Bild in meine Textesammlung übernommen habe. Es ist ein Versuch, unseren Schamanen ein wenig modernes Wissen zu vermitteln.

Ich weiss nicht, ob Du’s weisst, aber „Schamane“ bedeutet in der Mandschu-Sprache „einer, der weiss“. Tja, der mag wissen, was man aus Amselfedern und Hühnerknochen herauslesen kann; von der Wirkung der Kochbanane auf den Mastdarm hat er sicherlich keine Ahnung.

Was er wissen muss:

Warum man Chicken Manchow Suppe macht:

  1. Für Kranke
  2. weil sie gut schmeckt.

Wie man Chicken Manchow Suppe macht

1.In einer Pfanne den Ingwer, Den Knoblauch, die Korianderblätter und die grünen Chilischoten ca. 2 Minuten braten.

2.Fügen Sie alle Gemüse, Pfeffer und Salz und weiter rühren für 2 weitere Minuten.

3.Das gekochte Huhn in die Gemüsemischung geben und gut vermischen. Sojasauce, Hühnerbrühe und Salz dazugeben.

4.Lassen Sie es kochen, reduzieren Sie die Hitze und fügen Sie das Maismehl mit Wasser gemischt und rühren Sie ständig, bis es leicht verdickt.

5.Von der Hitze entfernen und sofort servieren.

6.Mit Frühlingszwiebeln garnieren.

Zutaten zur Chicken Manchow Suppe

1 Tasse gekochte Hähnchenstücke
4 Tassen Hühnerbrühe
1 TL Ingwer, fein gehackt
1 TL Knoblauch, fein gehackt
1 TL grüne Chilischoten, fein gehackt
1 EL Korianderblätter, fein gehackt
2 EL französische Bohnen, fein gehackt
2 EL Karotten, fein gehackt
2 EL Kohl, fein gehackt
2 EL Paprika, fein gehackt
2 EL Pilze, fein gehackt
2 Frühlingszwiebeln, fein gehackt
1 TL Pfeffer
1 EL Sojasauce
2 EL Maismehl gemischt mit 1 Tasse Wasser
3 EL Öl
Salz (nach Bedarf)

Die Heimat dieser Suppe ist allerdings nicht die Mandschurei (engl.: Manchow!), sondern eine Region in Bangladesh, in Meghalaya.

Moment mal! Eigentlich war ich doch bei der vorne gezeigten Wurstbanane …..