Grusel beim Strassenbau

Drei Leute vom Rettungsdienst hatten reichlich Gelegenheit, ihre Qualifikation unter Beweis zu stellen. In ihrem Bericht war das Folgende zu lesen:

„… Blut spritzte fontänenartig aus seiner Hauptschlagader, das heftig pumpende Herz hing aus dem Brustkorb, die Wälzmaschine plättete seine Oberschenkel soeben zu Mehl, im Kopf staken drei vergiftete Pfeile, im Magen klaffte ein Loch so groß wie der Bodensee – und der Fingernagel des linken Zeigefingers war zu allem Überdruß auch noch eingerissen … (M.M.Thurner, WordPress)


Diese Person wurde wohl versehentlich von einer Maschine erfasst, deren Funktionalität auf Anhieb nicht zu erkennen war. Ein Walz- oder Wälzwerk hatte sie festgehalten und so bearbeitet, dass eine Hauptschlagader auf einer Länge von ca. 25 cm völlig zerfetzt wurde.

Die Blutung konnte nur gestoppt werden, indem wir das Herz still und an seinen Platz zurück legten.

Das riesige Loch im Magen entstand, als die Maschine den Körper bäuchlings gegen den Boden drückte, und dies zum Unglück der verunfallten Person genau auf einem Baumstumpf mit abgeschrägter Sägestelle bei einem Durchmesser von 13 cm.

Es konnte vor Ort nicht festgestellt werden, auf welche Weise diese drei Dart-Pfeile in den Hinterkopf gelangten; anscheinend hatte einer der herbeigeeilten Zuschauer das Bedürfnis, ein wenig Dart zu trainieren. Der Verdacht auf Gift an den Pfeilspitzen hat sich nicht bestätigt; es handelt sich um Würz-Ketchup von HEINZ, angereichert mit Currywurst-Partikeln. Die Polizei schmeckte 180 Finger von 30 Passanten erfolglos ab.

Während unserer Bemühungen ist uns diese Person unter den Händen weggestorben. Der Riss an einem Fingernagel der linken Hand konnte leider nicht wirksam behandelt werden und führte zum Tode.“

Tage später ging den Angehörigen eine Rechnung des Rettungsdienstes zu. Für den Transport der Leiche berechnet man 1250 oiro, und die Reinigung des Rettungswagens wurde mit 560 oiro fakturiert.

In Freude leben – rentabel sterben!
Ihre Retter in der Not.

Anmerkung:

M.M.Thurners Textpassage ist als Herausforderung für Schreiberlinge gemeint. Seine Frage: Kann man aus diesem ekligen Teil etwas machen, was vorzeigbar ist?

Wie man sieht: Man kann – bedingt.