Zitat aus einem Blog:

„Hört der Mensch allgemein – ein Wort in seinem Alltag das erste Mal, ist sein wohl überwiegend erster Eindruck von dem Wort – neutral. Eventuell horcht er jedoch dem Worte nach, fragt sogar den Wortgeber, was es bedeutet, um sich im wahrsten Sinne der Formulierung: schlauer zu machen, dies meist – um mitreden zu können. Nicht wissender, sondern lediglich schlauer, denn er gab dem Wort keine eigene Bedeutung, sondern übernahm jene, die man ihm dazu anbot.“

Die Schreiberin hat offenbbar ein völlig schiefes Menschenbild. Ich wittere Depotgift. Dessen ungeachtet muss man anerkennen, dass sie sich Gedanken über unsere Welt macht und darüber schreibt.

Wer ein Wort nicht kennt und nach der Bedeutung fragt, macht sich nicht schlauer. Er lernt. Er erwirbt Wissen und speichert es ab. Mehr ist nicht.

Die Verwendung von Wissen ist eine ganz andere Sache. Man kann mit Wissen protzen, oder es sachdienlich benutzen.

Was ich nicht kann: Es ist mir nicht möglich, einem mir unbekannten Begriff eine eigene Bedeutung zuzuordnen. Beispiel: Mazeration. Phantasiebegabt wie ich bin lege ich fest, es wäre Butterbrot schmieren gemeint. Dann gehe ich los und erzähle allen davon, mime den tollen Hecht? Bestimmt ruft irgendeiner dann den Hausarzt. Alle wissen, dass Mazerieren bedeutet, Gewebe zu zermürben. Um ein Bild zu zeichnen: Ich mazeriere eine Leiche, und ziehe dann ein sauberes Skelett aus dem Kochkessel. So ist man für die Ewigkeit präpariert, Lehre und Forschung in der Medizin bedanken sich für die grosszügige Spende.

Nun habe ich aber mit meinem Wissen aufgetrumpft (oder heisst das „aufgetrumpt“?)
Quatsch. Solch alte Hüte trage ich nicht mehr.