Ewigkeit

“ Hej Lisa, das dauert ja eine Ewigkeit, bis Du Deinen Mantel angezogen hast!“

So redet ein ungeduldiger Kerl sinnentstellend.


„Das Nun, darin Gott den ersten Menschen schuf, und das Nun, darin der letzte Mensch vergehen wird, und das Nun, darin ich spreche, die sind gleich und sind nichts als ein Nun. darum ist in ihm weder Leiden, noch Zeitfolge, sondern eine gleichbleibende Ewigkeit.“

Das Nun meint die Gegenwart des Menschen.

Meister Eckhart, Philosoph und Theologe, 15. Jahrhundert


„Wenn man unter Ewigkeit nicht unendliche Zeitdauer, sondern Unzeitlichkeit versteht, dann lebt der ewig, der in der Gegenwart lebt.“

Ludwig Wittgenstein, österreichischer Philosoph, 1889 bis 1951


Was ist denn nun „Ewigkeit?

Sie hat mit der Zeit nichts zu tun.
Sie hat keinen Anfang.
Sie hat kein Ende.
Sie existiert auch, wenn der Planet Erde in einem Schwarzen Loch verschwunden ist.
Sie ist ein Phänomen.

Es ergibt sich:

Der Mensch lebt in der oder auch mit der Ewigkeit, aber er lebt nicht ewig.
Ewigkeit ist die Summe von Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft.

Alles ist einfach und darum leicht zu begreifen.
Nur: Wozu das Ganze?
Ich schaue nochmal hin:
Die Ewigkeit zerkrümelt wie Sonnenstaub im All.
Kein Mensch braucht sie wirklich.
Ausgenommen für rhetorisches Geschwurbel.