Über eine Nonna

Nonna Antonella starb mit 94. Bis dahin war sie Mitglied einer grossen, zahlenmässig nicht erfassbaren Sippe, der Morello-Familie. Ein wesentlicher Zweig dieser Sippe war in die USA ausgewandert und hat dort die Cosa nostra installiert, die sich zum Genovese-Desaster entwickelte.
Die Nonna hat nie bestritten, der Morello-Familie anzugehören; wohl aber wollte sie mit den Machenschaften ihres Clans nicht in Zusammenhang gebracht werden. Dies zu versuchen war aus ihrer Sicht unverzeihlich, und das gleiche Vergehen wie das Anzweifeln ihrer Kompetenz als Pasta-Köchin.

Wer sie erlebte, kannte ihre beiden Seiten: Die liebevolle gegenüber jedermann, und die Lupa, die unbarmherzige Wölfin gegenüber jedem, den sie sich als Feind zurechtgelegt hatte. Sie konnte vernichten mit der Gewalt ihrer Persönlichkeit und ihrer Worte. So verliess der Bürgermeister von Palermo fluchend und schweissgebadet Nonna’s Küche, nachdem er gute Ratschläge zum Finishen der Spaghetti alla Puttanesca loswerden wollte.

An ihrem Todestag stellt man ihr am Morgen stets einen Teller mit diesem Pastagericht
auf das Grab. 24 Stunden später holt man de leeren Teller wieder ab. Es ist eine wirksame Geste für die Dummen in Corleone. Sie glauben tatsächlich, Nonna Antonella würde sich die Spaghetti abholen. Die Realisten haben jedoch einen Friedhofswärter in Verdacht. Antonella ist das gleichgültig. Es ist die Geste, die zählt, und nicht die Nudel.

Cosa nostra

Das ist Conte Alberto Corleone aus Corleone auf Sizilien. Er zählt heuer 97 Lenze, ist längst in Rente gegangen, geniesst landesweit den Schutz der Carabinieri – und kann’s nicht lassen.

Soeben ist es ihm gelungen, einem Deutschen die Uhr zu stehlen; es ist eine Danish Design Taschenuhr »IQ12Q1076« vom OTTO-Versande im Wert von 64,95 oiro. Alberto schenkte die Uhr seinem jünsten Urenkel; Silvio ist 3 Jahre alt und spielte damit, wie es eine Katze täte: Wegwerfen, hinterher kriechen, mit dem Mund auffangen und reinsabbern, bis aus dem Gehäuse Milchschaum dringt.

Ein Tourist aus Flensburg – er hatte gehofft, Mafiosi zu sehen und ist nun enttäuscht – schaute dem Uropa und dem kleinen Silvio zu und bemerkte „Danish Design aus Xi ‚An, China!“. Danach bsuchte er eine Trattoria, um eine Kleinigkeit zu essen; Besitzer ist einer der örtlichen Caporegimes, also ein Unterboss der Mafia, ein kleiner Dicker mit überschäumender Fröhlichkeit auch gegenüber einem Gast aus Flensburg, der nun zu ahnen schien, dass er keine Mafiosi zu sehen bekäme. Doch sein Gemüt lichtete sich, als er Donna Luisa Cipolle zu sehen bekam, die Haushaltshilfe des Padre Guiseppe di Angeli, seines Zeichens Priester und Consigliere eines gewissen Toto Riina.

Nun, wer mit der Beugelbuddel Flens aufgewachsen ist, könnte auf einem Misthaufen sitzen und dennoch nur den lieblichen Duft der Kamtschatka-Rose erschnüffeln.

Autofahrer fordert Freiheit !

Es ist unschwer erkennbar: Hier haben wir eine Rennstrecke vor uns, und die Geschwindigkeitsbeschränkung auf 100 km/h ist nicht zielführend, sondern schikanöse Einschränkung der individuellen Freiheit.

Während man anderswo alte Alleebäume umlegt und wegschafft, damit Autofahrer ungefährdeter schnell fahren können, hat man hier junge Bäume einfach so hingepflanzt, und wenn die alt genug sind, kann sich so mancher Autofahrer drumwickeln, und das tut garnicht gut.

Dazu möchte ich den Verdacht äussern, dass irgendein deutscher Beamter anstelle der Strassenverkehrsordnung leider die Bundeswasserstrassenordnung erwischt hat. An Flüssen und Kanälen spielen Bäume keine dominante Rolle, da Schiffe ihrer Natur entsprechend nur ungern an Land kommen, um gegen eine Linde zu fahren.

Gletscher-Eis

Zugegeben – ich bin einigermassen angefasst, wenn ich zuschauen muss, wie so ein Gletscher Stück für Stück im Salzwasser landet und verschwindet. Allerdings mache ich andere Gründe geltend als der Rest der Welt. Wenn der Meeresspiegel um 15 mm steigt, lässt mich das kalt; wie ich in Cuxhaven feststellte, ist da noch Luft für mindestens 20 mm.

Nein, es geht mir nicht um den Meeresspiegel, sondern um das Gletscher-Eis. Wie soll ich das jetzt in aller Kürze formulieren?

Also: Wenn da keine Gletscher sind, muss ich wieder Wasser aus der Leitung zu Eis gefrieren lassen, um meine Getränke zu kühlen, und die dezente Blautönung mit Lebensmittelfarbe simulieren.
Und um so etwas wie Stimmung aufkommen zu lassen, darf ich dann Fotos wie dieses hier betrachten?

Ich finde, das ist stillos und kein Zustand. So ist es schon wieder tröstlich, dass ich noch weit vor dem Gletschertod mein Cocktail-Set für immer abgeben werde. Und eine Caipirinha kann man zur Not auch mit Wasser aus der Toilette produzieren; dieses Getränk ist robust genug. Jedenfalls robuster als der Mensch – aber man muss ja nicht über alles reden …..

Sie waren schon wieder da !

Im Hintergrund des Bilds sieht man zwei Mitglieder des Rats zur Erhaltung attischen Kulturgutes bei einer Bestandsaufnahme an der Akropolis von Athen. Es deutet sich an, dass ein sehr frühes Kapitel aus der Stadtgeschichte nicht mehr darstellbar ist. Moderne Plünderer bedienen sich schamlos, um ihr erbärmliches Leben mit einem Hauch Antike aufzuwerten, ud tragen damit Athens Oberstadt Stein für Stein ab.Nachem die Horden der EZB sich dort bedient hatten, um ihren Turm aus Stahl und Glas ein wenig Wärme einzuhauchen, kam die Kulturnation China mit touristischen Tausendschaften, um Souvenirs zu ergattern; schliesslich haben sie ihre eigene 5000-jährige Geschichte vergessen oder erst garnicht erlernt, lassen bei jeder Gelegenheit Konfuzius sprechen, und versuchen, sich mit europäischer Kultur aufzuwerten in dem Glauben, nun als Weltbürger auftreten zu können, der mit Konfuzius-Zitaten, der Macht des Gelds und der Magie von Gestein aus Athens Akropolis die sittliche Reife erlangt habe, die Weltherrschaft zu beanspruchen zu dürfen. Mit dieser Selbsteinschätzung nehmen sie sich auch in Mitteleuropa jede Freiheit, also auch, während eines Spaziergangshinter einer Kirschlorbeerhecke in einen Garten zu scheissen. Am Hallstatter See hat man das leidvoll erfahren.

Genug vom Chinesen-Bashing. China ist ein Reizthema, und es wird immer wichtiger – ihr politisches System bringt sie demnächst an die Spitze der Weltwirtschaft – sie werden die USA dort oben ablösen. Das aber berechtigt sie noch lange nicht, die Akropolis Stein für Stein zu stehlen und dann Aschenbecher aus griechischem Marmor auf dem Weltmarkt anzubieten.

Gute Technik

Es gibt sicherlich Deutsche, die beim Anblick dieses „Souvenirs“ aus Weltkrieg II ein wenig trauern. Schliesslich ist hier ein Rosinenbomber verunglückt, möglicherweise einer aus jener US-Luftflotte, die während der Berlin-Blockade der Russen in 1948 bis 1949 als Luftbrücke die Versorgung Westberlins mit Lebensnotwendigem sicherstellten. Es waren die Douglas C-47 Skytrain, die DC-3er, die tausende von Tonnen an Gütern des Alltags heranschleppten.

Da liegt sie nun an einem isländischen Strand, und niemand weiss, wie sie dorthin gekommen ist. Aber alle Ineressierten erinnern sich, wie sie mal aussah, mit ihren Doppelsternmotoren bei 2 x 1200 PS:

Es wird berichtet, dass heute noch solche Maschinen unterwegs sind, nachdem man ihnen Turboprop-Motoren eingebaut hatte; sie sind mittlerweile 80 Jahre alt.

Weltweit sind 16.000 Maschinn dieses Typs unter verschiedenen Namen geflogen; in UK hiessen sie „Dakotas“.

Blick antiker Athener in die Neuzeit

Wenn ein Grieche aus dem attischen Zeitalter in die Zukunft schaut und dabei bis ins Jahr 2021 kommt, so wird er sich an Antipatros erinnern, der so um 320 vor Chr. die erste Oligarchie, die Herrschaft des Geldes installierte. Damit hatte er die Demokratie in die Knie gezwungen, und dort ist sie heute noch.

Glaubse nich, gell?

Nehmen wir uns die Polis „München“ vor. Jeder weiss, dort regiert das Geld.
Wer mithalten kann, ist Bürger mit vollen Rechten. Die Zugereisten sind die Meköten, wer am Hasenberg wohnt, ist Periköte, und wer nichts hat ist Sklave und lebt von der Fürsorge anderer. Wer jetzt noch die Agora vermisst: Es ist der Marienplatz vor dem Rathaus mit dem Viktualienmarkt um die Ecke.

Ein Alt-Athener wird also sehen, was der Neu-Münchner im Leben nicht bemerken wird: Es ist im Prinzip wie früher, nur die Kulissen wurden verändert mit Auto, Kühlschrank und Fernseher. Und statt Sklavenhandel nutzt man heute das Geschäft der Verleiher:

“ Ich verstehe. Sie suchen einen zum Kloputzen. Ich habe da 14 Akademiker, davon 3 Juristen, ein Sprachwissenschaftler, zwei Archäologen, der Rest sind Betriebswirte und Soziologen. Ich empfehle Ihnen einen Archäologen. Diese Leute sind mit Besen, Schaufel und Putzlappen bestens vertraut!“

Beide grau – er kann fliegen. Ich nur fallen.

Wieder einmal herrscht die grosse Leere in einem kleinen Hirn. Ich sitze vor diesem Bild eines Vogels, mir fällt dazu nichts ein. Im Gegensatz zu mir scheint das Tier voll unter Dampf zu stehen. Er muß voll bei der Sache gewesen sein, als er abgelichtet wurde.
Es ist ein afrikanischer Graupapagei, und er trägt eine Waffe, wo andere Viecher ein Maul haben. Aber er strahlt Autorität aus und kann deshalb in Frieden leben.

Und dies ist der berühmte, gefürchtete Mamagei:

Diese Kampfhenne muss nicht beschrieben werden. Wohl dem, der noch zur rechten Zeit das Weite gesucht hat, bevor er mit einer solchen Vogelin den Bund fürs Leben schliessen musste. Es gilt immer noch,

dass man prüfen soll, bevor man sich ewig bindet,
Ob sich das Herz zum Herzen findet.
Der Wahn ist kurz, die Reu‘ ist lang.

Das walte Friedrich Schiller und sein Lied von der Glocke!

Was ich meine, ist:
Bevor Du ein Risiko eingehst, frage Dein Herz danach, ob’s nicht auch ein senibler, kluger Papagei tut; er ist zuverlässig monogam, und Du kannst ihn Vokabeln lehren, gerne auch in Russisch. Und wenn er Besucher mit „говно“ begrüsst, dann wisst nur Ihr beiden, dass ihr den Besuch echt Scheisse findet.

Zugegeben, die Sache mit dem Papagei hat einen Pferdefuss. Wenn dieser Vogel sommers, wenn alle Fenster offen stehen, damit beginnt, in voller Lautstärke und aus Übermut auf Russisch „govno“ zu brüllen, so kann es geschehen, dass sich auf der Strasse vor Deinem Haus die halbe russische Kolonie versammelt und mitbrüllt. Dann kannst Du nur noch Deinem Vogel den Hals mit einer Banane stopfen und mit 6 Flaschen Wodka draussen für Ruhe sorgen. Dann ist passiert, was vielleicht nicht in Deinem Sinne ist. Wenn draussen 30 Russen standen, brüllten und tranken, dann hast Du plötzlich 29 neue Freunde. Und sie alle wollen für Dich Vareniki oder einen Borschtsch kochen.
Und so lernst Du en passant, wie hart das Leben sein kann!

Ich weiss immer noch nicht, was ich zu diesem Vogel schreiben könnte …..

Bin ein wenig verwirrt

In einer chaotischen Kulisse tummelt sich eine Herde Paviane. Das Oberhaupt ist grauhaarig, und trägt seinen geröteten Arsch offen zur Schau.

Anderswo: In einer geordneten Kulisse aus Stahl und Glas tummelt sich eine andere Herde. Ihr Oberhaupt ist nicht grauhaarig, und der Rest ist auch nicht vergleichbar.

Bei den Pavianen herrscht Ordnung.
In der anderen Herde herrscht ….. ? Vielleicht Unordnung?

Tolle Wirkung, so ein roter Arsch.
Und anderswo, in der Politik ….. ambivalent ….. !

Weiss irgendwer, in welchem Zoo ich gerade bin ?

Class differences

Ich habe hier nur einige Beispiele von Aristokraten zusammengetragen. Aristokratie definiert sich selbst – man ist dabei recht grosszügig. Und man ist keinesfalls auf einer einzigen Linie. Konflikte sind deshalb vorprogrammiert.

Um Missverständnissen vorzubeugen: Ich bin stolzes Mitglied – des Proletariats.

eine Leuchte seiner Art, der Menschenaffen

nahe Verwandter, also britischer Adel

nahe Verwandte aus Deutschland

katholischer Adel aus Polen

Conte Alberto Corleone, Sicilia, Italien

M. Hitashi, Mitglied des Kazoku, ehem. Samurai

Charles, Duc de Brie, Frankreich

Aristokrat aus Spanien

Mitglied des Geldadels in den USA
er nennt sich Mozart, Edler von Salzburg / Österreich

Jack Daniels, Count of Barrels, Tennessee / USA

Alexius III, Patriarch von Moskau (im Exil)

Barry aus Leduc / Canada auf Bärenjagd

Schiet ! Wird immer langweiliger ! War keine gute Idee – aber es steckt halt Arbeit drin …..

Protest – ungeübt

Der Hamburger Jan-Claas Fleetenkieker hatte sich für einen Corona-Protest gut vorbereitet. Mit Megafon und Spickzettel zog er vor das Hamburger Rathaus und liess dort seinem Frust über ein Ausgangsverbot ab 22:00 Uhr freien Lauf. Er hatte das Mikro seiner Flüstertüte abgenommen und brüllte hinein, was sein Spickzettel hergab: „Fraaaihaaait!“ Die Passanten auf dem Rathausmarkt hatten keine Ahnung, worum es Jan-Claas ging, aber sie klatschten artig Beifall – und Jan geriet in Rage. Erst fuchtelte er mit seiner Megatüte ein wenig, und plötzlich hatte er das Gerät gegen sich selbst gerichtet und brüllte sich an: „Fraaaihaaait! Fraaaihaaait!“ Und von der Vorderfront des Hamburger Rathauses kam ein Echo zurück. Es hörte sich an wie „Dumb Ass! Dumb Ass!“. Die Passanten blieben nun stehen, hatten ihr Vergnügen und brüllten mit: „Fraaaihaaait!“ Und das Rathaus echote zurück „Dumb Ass!“, und jeder hatte seinen Spass – nur Jan-Claas Fleetenkieker nicht. Man hatte ihm die Show gestohlen. Er packte seinen Spickzettel ein und ging.

In der Nacht, weit nach 22:00 Uhr klaubte ihn ein Polizeitrupp von der Davidswache auf St. Pauli vom Bürgersteig auf, Jan war nun voll wie eine Tüte Milch. Man schaffte ihn in eine Zelle der Davidswache, während er schon wieder murmelnd protestierte: „Fraaaihaaait!“ Sein Spickzettel war wohl weg, und so fügte er immer ganz intuitiv hinzu „Scheisse!“, bis der Revierleiter alle Kollegen wegschickte und für Ruhe sorgte. Nun endlich schlief Jan-Claas den Schlaf des Gerechten, friedlich und mit der Welt versöhnt – wenn auch mit fremder Hilfe.

Heisse Luft

Da steht er am Himmel, bunt und dickbäuchig, aufgeblasen und durchdrungen von seiner Rolle als Träger und Bewahrer von etwas Gutem, und ein verstecktes Feuer lässt ihn über dem Rest seiner Welt schweben!

Man sollte ihn einen Parvenu nennen, aufgestiegen und doch nirgendwo angekommen. Er ist nicht imstande, sein Dilemma zu erkennen. Wenn sein Brennstoff zu Ende geht, wird er absteigen müssen, keinen festen Boden unter den Füssen vorfinden, und im Meer der Bedeutungslosigkeit ertrinken. Niemand wird ihm eine rettende Hand reichen.
Und er wird dann erst verstehen: So sind nun mal die Regeln. Wer hoch steigt, kann tief fallen.

Eine Liebeserklärung

Dies ist meine Stadt.
Unbewegt liegt sie am Fluss,
ein Häusermeer,
wie aus dem Fels geschlagen.
Ein Tag geht zu Ende.
Regen und Sturm herrschten.
Fegten die Strassen leer,
trieben die Menschenströme an,
ihr Zuhause aufzusuchen.
Meine Stadt, sie atmet auf,
findet den Weg durch die Dämmerung
in eine friedvolle Nacht.
Und tausend falsche Sonnen
tauchen alte Mauern in ihr Licht,
und die Gassen strahlen
wie in Gold getaucht.
Sie ist immer noch da,
die Magie des Alltags,
und meine Liebe – zu Florenz.

Rechenhelfer

Vor mehr als 4.500 Jahren hat ein kluger Kopf den Abakus erfunden. Dieses Gerät braucht keinen Strom und kein Diesel. Es funktioniert beim Einsatz von Hirn und flinken Fingern.

Die hier gezeigte chinesische Variante kann addieren, subtrahieren, dividieren und multiplizieren, ferner Quadratwurzel und Kubikwurzel rechnen. Prinzip:

0+4 – rechte Kugelreihe = Einser-Strelle = 4 Kugeln nach oben schieben.
+1 = 5, indem unten die letzte Kugel geschoben wird. Um unten weiter rechnen zu können, schiebt man die 5 wieder zurück auf Null, und schiebt oben eine vion beiden hoch, zeigt Wert 5 an. Nun könnte ich unten 4 dazu addieren, ich schiebe 4 Kugeln, die oben zeigt 5, macht neun. Nun will ich 2 addieren. Ich schiebe die 5. unten, macht 5, schiebe alles auf Null und benutze oben die 2. Fünfer. So habe ich noch eine 1 zu addieren, und oben 2 Fünfer-Kugeln = 10.Dann schiebe ich die fehelende 1 hoch, habe oben 10 stehen, macht 11. Aber die zwei Fünfer brauche ich später, ich schiebe sie auf Null-Position und gehe in die 2. Senkrechte, die Zehner-Reihe, und schiebe dort eine von 5 Kugeln So habe ich in der Einser eine 1 und in der Zehner ebenfalls. Wunder über Wunder – ich sehe die 11!

Es ist ein wenig wie binäres Rechnen
Ich habe diesen Abakus in Osteiuropa auf Märkten gesehen. Marktfrauen addieren Kundeneinkäufe mit affenartiger Geschwindigkeit. Für sie ist ein Taschenrechner Teufelswerk.
Aber ich musste mich bei meinen Versuchen ziemlich quälen. Ein heftiger Stoss gegen den Abakus, und die Kugeln rutschen von ihrem zugewiesenen Platz. Man beginnt dann von vorne.

Dazwischen geschoben (Intermedium)

Räucherlachs, mild gesalzen, dazu Toast oder Semmeln und – unbedingt – eine Flasche Weisswein, das war über Jahre als Abendmahlzeit das Grösste. Und heute? Passée.
Erst wenn ich den Lachs weglasse, durch Greyerzer Käse ersetze, und statt weissen einen roten Wein auf dem Tisch habe, wird wieder ein Paar Schuhe draus.

Und nun ersetze ich den Käse durch Covid-19, den Brexit, die USA, UK total, oder durch deutsche, oder europäische „Politik“, und mein Abend ist restlos versaut. Aber inzwischen bin ich gestählt und brüniert. Ich lasse diesen Mist nicht mehr an mich ran. Ausnahmen sind selten, ich bin um konsequente Haltung sehr bemüht.

Mein Tag hat 16 Stunden und endet in der Nacht um zwei Uhr. Was treibt nun ein alter Krüppel wie ich über diese lange Zeit? Nun, er arbeitet daran, keine Langeweile aufkommen zu lassen. Was sonst? Neben dem Unvermeidbaren gibt es viel Fernsehn, Youtube hilft weiter, wie auch eine Mediathek deutscher Sender, und ich schreibe.

Mein Leben lang habe ich mich als Bücherfetischist verkauft. Ich war das wohl auch. Hier sind Bücher, wo auch immer ich hinschaue. Aber: Seit ich schreibe, lese ich nicht mehr. Und das finde ich seltsam. Hinter mir liegen noch 23 ungelesene Bücher, und ich fasse sie nicht an. Es kann doch nicht angehen, dass die Schreiberei von Trash das Lesen guter Literatur ausschliesst, oder? Ich bin ehrlich irritiert.

Schliesslich habe ich mehrfach meinen Ehrgeiz abgefragt. Da war nie viel. Ich habe eine Website mit 60 guten Seiten weggeschmissen. Dann einen Blog mit knapp 500 Beiträgen. Den Blog, in den ich gerade reinschreibe, gibt es nur noch, weil ich den Knopf zum Wegwerfen nicht gefunden habe. 128 Texte habe ich noch mit der Hand am Arm gelöscht, aber 1100 Stück zu löschen war mir einfach zu viel Arbeit.

Dann las ich mal die Tipps zur Frage, wie man mehr Leser erreichen könnte. Mag sein, das geht zu machen – nur nicht für mich. In diese Ecke lasse ich mich nicht drängen. Ich schreibe aus Spass an der Sache, und wenn ich richtigen Mist zusammengeschrieben habe, schiebe ich ihn mit Vergnügen rüber zu WP.

Nun habe ich eine Datei mit rund 1200 Fotos für WP-Beiträge zur Hand. Alles ist irgendwo verwurstet, viele davon mehrfach. Wenn’s passt! So habe ich neulich ein Projekt auf Kiel gelegt. Bilder, die mir nichts sagen, schicke ich in den Orkus. Und über solche, die mit mir schnacken, schreibe ich eine Kleinigkeit. Die Vorgehensweise: Eins nach dem anderen, immer schön in der Reihenfolge, die Windows mir vorgibt.

Ich habe bisher wahllos in die Datei gegriffen, nun begann ich von vorne. So wäre heute der Abacus dran. Irgendwas muss mir dazu einfallen, auch wenns Blödsinn wird.
Wenn ich dann mit „Z“ durch bin, habe ich an die 1200 Miniaturen geschrieben.

Nun könnte jemand glauben, ich hätte einen Schatten. Ich würde dem zustimmen müssen. Es könnte geschehen, dass ich bei „F“ die Lust verliere. Ok, dann mache ich halt bei „Y“ weiter. Oder garnicht. Oder ich werde bei „H“ dement! Gebe bei „S“ den Löffel für immer ab! Aber: Zur Zeit habe ich einen Plan, und das zählt.

So läuft das mit Rentnern, die nichts zu tun haben.

Urlaubserinnerung

Man sieht es ihr nicht an, aber sie ist ein Monster. Diese Agave ist so hoch, wie ich lang bin, nämlich über 180 cm. Sie steht im Garten eines Ferienhauses unter Palmen, die gelegentlich Kokosnüsse nach mir geworfen haben – sehr unangenehm.
Ich hatte mir im Dorfladen eine Machete gekauft, um Kokosnüsse zu öffnen. So konnte ich dieser Agave auch ein Blatt abhacken. Mein Versuch, Mezcal rauszupressen, schlug fehl. Den Tequila musste ich also einkaufen.
Auf den Agavendicksaft habe ich gerne verzichtet. Viel Fructose, also süss, aber klebrig wie Pech.
Ich konnte mich mit dieser sperrigen Pflanze nicht anfreunden.

Es ist übrigens eine Agave americana, nicht die tequilana. Ich habe das nicht gewusst!
Dumm geboren – und nichts dazugelernt. Heute weiss ich Bescheid, habe aber keine Agave. Es passt schon wieder nicht.

Antiquarisch

Diese Darstellung einer längst ungültigen Werteordnung habe ich aus der finstersten Ecke meines Computers hervorgezogen. Wie es scheint, hat ein gewisser Herr Mose (Vorname unbekannt) diese zehn Vorschläge verfasst und in WORDPRESS veröffentlicht.
Mose’s Ideen haben sich in unserer modernen Industriegesellschaft nicht durchgesetzt.
Wenn ich sie hier präsentiere, dann nur, weil sie eine Kuriosität sind, wie man sie im Netz nicht oft antrifft.

Affen!

Diese drei Gestalten! Jeder kennt sie. Sie haben eine lange, komplizierte Geschichte, iht Ursprung liegt in den Lehren des Konfuzius. In der modernen Welt, vorwiegend in Japan bedeuten sie, man möge weise sein und über das Schlechte hinwegsehen. Die westliche Welt hat pragmatisch das Wort „wollen“ hinzugefügt und die Weisheit übersehen. Somit stehen die drei Affen für Opportunismus, für Ignoranz. Positives wurde ins Negative verkehrt.

Tja, und diese drei Gestalten? Wollen wir das Schlechte übersehen, auch wenn es unser Leben kostet? Unsinn. Sie sind ein Mittel der Satire, um darauf hinzuweisen, dass Dummheit und Ignoranz geist-tötend sind. Oder ähnliches.

Zum Erinnern:

Unglaublich.
Phantastisch.
Berührend.
Märchenhaft.
Unwirklich.

Aus diesem zarten Winzling könnte sich
eine 1.000-jährige Eiche entwickeln,
ein imposanter Riese mit der ungeheuren Kraft,
1.000 neue Eichen zu erzeugen,
wenn der Mensch das gestattet.
Schliesslich ist der Mensch
die stärkste zerstörende Kraft
im der belebten Welt des Planeten Erde.
Vertraut ihm nicht!
Fürchtet ihn!
Und schützt die Kinder aller Arten.
Sie sind die Zukunft.
Auch Deine.

Erkenntnis

Was den Briten ihr Eton College in Berkshire ist, das ist für die bayrischen Konservativen das Kloster Banz ind er Nähe von Staffelstein.
Eines der Hauptfächer in diesen Schulen ist die Rhetorik, die der Volksmund korrekt „Dampfplaudern“ nennt.
Das obige Bild beweist die Richtigkeit dieser Behauptung.