Begegnung mit einem Vogel

Ich hörte soeben ins Net-Radio und hielt mich bei einer hübschen Melodie auf; es waren die „Conversations with Angels“ von Ariell. In Sekundenschnelle hatte sich ein Gast eingefunden, sass plötzlich in meinem geöffneten Fenster, auf der Fensterbank,  just auf einem Roman von Frank McCourt mit dem Titel „Die Asche meiner Mutter“.

Merkwürdig, denke ich, und wage nicht, mich  zu rühren.

Die Musik wechselte zu Secret garden mit der „Hymn to Hope“, und der Spatz sass noch immer vor meiner Nase und blickte mich unverwandt an. Ich vermutete, dass es Vögel geben mag, die nicht korrekt ticken.

Die Hymn to Hope jedenfalls trifft Dich auf die gleiche Weise wie das Ave Maria von Bach/Gounod, wenn Du in der passenden Stimmung bist. Sie ist einfach schön. Vielleicht eine Spur zu pathetisch. Vielleicht ein wenig schnulzig. Aber sie trifft die Seele – mittschiffs, wenn man unvorbereitet ist.

Wieder wechselte die Musik, nun zum „Divertimento“  von Secret garden. Das geht etwas flotter, ein wenig lauter. Der Spatz wandte sich ab und flog davon.

Ich habe mir mein Buch genau angesehen. Dort waren zwei winzige Wassertröpfchen zu sehen.

Sachen gibt´s, nicht wahr?