Eigenlob – Ein persönliches Drama

Es folgt böse Polemik. Meine Springerstiefel habe ich schon angezogen. Ich lasse mir jetzt nur noch eine Glatze scheren, dann lege ich los:

So. Jetzt habe ich den Rüssel voll. Hier stehe ich, und dort steht der Polit-Profi.
Dieser PP kriegt ein sattes Honorar, und ich eine dürftige Rente.
Da sitzt ein Andreas Scheuer, der in einem einzigen Projekt eine halbe Milliarde versenkt hat, unbehelligt in einem Ministersessel. Und ich kaufe mir eine Kiste Wein und sorge mich wegen der lumpigen 120 0iro, und sitze auf einem Küchenstuhl (Übertreibung).
Was, verflucht, unterscheidet mich von Scheuer, Scholz und Seehofer? Sind die was Besseres? Oder nur was anderes?

Ich formuliere mal extra extrem drastisch:

Wenns hoch kommt, haben sie, die Politniks mal während des Studiums gejobt und danach ein oder zwei Jährchen in der Wirtschaft gearbeitet. Dann sind sie in die Politik gewechselt. Dort kriegten sie einen Assi-Job und durften den Kaffee herbeischaffen. Das haben sie gut gemacht, durften bleiben, und sind – was die Arbeitsmoral betrifft – auf dem Kaffeeholer-Niveau stehen geblieben. Dazu gelernt haben sie, wie man redet, lügt, betrügt, wie man Ausreden findet und so weiter. Wenn sie dann reif sind, können sie irgendwo als Minister unterkommen.

Und ich? Ich habe gelernt, Arbeitsaufträge meines Arbeitgebers zu sauber erledigen und dafür entlohnt zu werden.

Beim Politiker ist die Prozedur absolut gleich, mit folgenden Änderungen. Er arbeitet nicht für seinen Arbeitgeber, die Bürger, sondern für Wirtschaftsbosse, und dies in einem vertragslosen Verhältnis. Für seine Arbeit wird er doppelt entlohnt, nämlich von den Bürgern, und von der Wirtschaft, und letztere entlohnt üblicherweise mit Geld oder Sachleistungen von geldwertem Vorteil, wie 1 Woche nach Rio in einen Edelpuff und ähnliches.

So nachgedacht macht der Politnik alles richtig – und ich bin ein Depp, der bereits 1962 aus der Politik wieder ausgestiegen ist, weil er von dem Erlebten angewidert war.
Heute würde man wohl sagen: Der Typ hatte keinen Arsch in der Hose! Also ab mit ihm zum Fabrikhof-Fegen bei VW!