Alle reden von Corona

Alle reden übert die Covid-Epidemie – ich heute nicht! Ich verweigere mich aus Protest gegen die aufkommende Langeweile, die das Corona-Thema verbreitet wie die Infekte selbst. Ich rede – auf Krawall gebürstet – hier über ein Herpes-Virus, das Varicella-Zoster-Virus.


Nu sach schon – ist das nicht eine nette Abwechslung?

Dieses kleine Herpes-Monster verursacht Windpocken. Man wird als Kleinkind dagegen geimpft, und das Miststück hat vorerst ausgespielt. Es hockt mein Leben lang an meiner Wirbelsäule und im Hirn (!) an den Nervenwurzeln und mopst sich. Wenn jedoch das Immunsystem schwächelt, kommt Varicella zum Vorschein. Es vermehrt sich, wandert die Nervenbahnen längs bis unter die Haut, und dann juckt es und schmerzt. Man hat sich eine Gürtelrose eingefangen!

Eine solche Rose kann man auch beobachten, wo nie ein Gürtel sitzen wird: Im Gesicht.
Das Herpes-Virus Varicella wandert nämlich den Trigeminus entlang, an einem Nerv mit drei Ästen. Der beginnt am Ohr und wächst über dem Auge, unter dem Auge, und zum Kinn. Dort hocken diese Herpes-Biester und machen 14 Tage lang Probleme.

Ich weiss das, denn mich hatte es vor Jahren erwischt. Meine Klüsen sind heute noch lichtempfindlich: Schnee und Sonne geht garnicht. Aber sonst kann ich wieder gucken wie ein Junger. Mit Blille, wie der Chinamann sagt.