Büroschlaf – immer gesund?

„Flasche leer!“, wie Trappatoni sagte. Heute bin ich gemeint. Und es ist kein Fussballtrainer, der das feststellt, sondern das bin ich selbst.
Es ist 10:45 Uhr, und ich bin schon wieder müde. Wohlgemerkt: Ich habe nichts gearbeitet. Ich bin nur da, sitze herum, trinke dies und das, schaue den Katzen zu und Peng! Bin dann mal weg. Schmerzfrei und total unkontrolliert schlafe ich ein. Es ist völlig unmöglich, mit einer solchen Schlafsucht noch Auto zu fahren. Tut mir nicht weh; ich mag Auto eh nicht. Auch nicht meins.

Aber ich liefere im Zustand dieser Tran-Dösigkeit auch komische Szenen. Sagen wir mal, ich sitze an meinem Schreibtisch, habe beide Hande auf der Tastatur, und eine Kurzschlaf-Periode kündigt sich an. Das tut sie, indem sie mich in eine völlig andere Szenerie versetzt. Ich hatte einen Nudelauflauf vor mir stehen und eine Gabel in der Hand. Ich nahm eine Gabel mit Nudeln, bewegte diese Last in Richtung meiner Futterklappe, öffnete diese – und erwachte. Mein Mund stand noch offen, wegen der Beladung mit Auflauf, und meine rechte Hand hielt immer noch eine Gabel, eine imaginäre.
Erschreckend ist, dass die geträumte Szene so echt scheint, als wäre sie wirklich.

Auf diese kuriose Weise bin ich auch schon gereist. Strandspaziergang auf Sylt. Kneipenbesuch in der Altstadt von Heidelberg. Ein Viertele Mosel-Riesling irgendwo.
Und immer spielt meine rechte Hand das Theater mit, indem sie z. B. ein nicht vorhandenes Weinglas festhält, bis ich erwache und bemerke, dass ich Luft festhalte.

Frage: Was stimmt mit mir nicht? Ist da eine Geisteskrankheit im Anmarsch? Was soll ich tun, wenn unverhofft meine tote Mutter auftaucht?
Aber auch: Was kann ich tun, um diese Sorte Traum zu verlängern? Wenn ich schon ein Glas Riesling in der Hand habe und zum Mund führe, dann will ich auch trinken! Und eine saftige Grillhaxe würde ich auch nicht ablehnen!

Ich verlange nun das Optimum! Dann wird das Ganze erträglich, und es bringt Ertrag!
Stell Dir doch mal vor, ich esse eine Haxe und muss nicht bezahlen, weil ich erwache, bevor die dralle Kellnerin zum Kassieren kommt! Und so zu essen macht nicht dick! Besser gehts wirklich nicht.

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